Innsbruck

„Innsbruck braucht eine starke Hand“

FPÖ-Stadtparteichef Rudi Federspiel (l.) startete gestern – im Beisein von Landesparteiobmann Markus Abwerzger – medienwirksam in den Inns­brucker Gemeinderatswahlkampf.

Rudi Federspiel startet am 1. August mit einer Plakatkampagne in Innsbruck in einen Zwischenwahlkampf für die Gemeinderatswahl im April 2018.

Von Denise Daum

Innsbruck –68 und kein bisschen leise – ganz im Gegenteil. Kämpferisch stürzt sich Rudi Federspiel in die Wahl um den Bürgermeistersessel in Innsbruck. Er habe jetzt das beste Alter, genügend Zeit und Erfahrung dafür, erklärt das Politik-Urgestein. Zeit sei es auch, die „selbstverliebte und abgehobene Stadtregierung endlich abzuwählen“. Deshalb startet Federspiel am 1. August mit einer Plakatkampagne in Innsbruck in einen Zwischenwahlkampf für die Gemeinderatswahl im April 2018.

Für den FPÖ-Stadtparteiobmann liegt in Innsbruck vieles im Argen: Die Neuverschuldung sei „massiv“, das neue Parkraumkonzept gefährde den Wirtschaftsstandort und die Raumordnungspolitik der Stadtregierung bezeichnete Federspiel gar als „kommunistisch“. Das Hauptaugenmerk legt die FPÖ Innsbruck aber auf die Sicherheit. „Wir haben ein Marokkanerproblem und niemand kümmert sich darum“, ärgert sich Federspiel. Mit ihm als Bürgermeister würde sich das schnell ändern, er habe ausgezeichnete Kontakte zu den zuständigen Stellen.

Als Wahlziel ruft Federspiel aus: erstens, die Regierung abwählen, zweitens, in die Stichwahl kommen, und drittens, Bürgermeister werden. Er will mit der FPÖ ein Ergebnis mit „einem Zweier vorne“.

Rückendeckung bekommt Federspiel vom Tiroler FPÖ-Landesparteiobmann Markus Abwerzger, der erklärt: „Ich mache mir große Sorgen um die Landeshauptstadt. Innsbruck braucht eine starke Hand, gerade in diesen schwierigen Zeiten.“ Seinem Stadtparteichef vertraue er zu 100 Prozent. Gegen die so genannte Nordafrikanerszene glaubt Abwerzger ein Rezept zu haben: „Den Drogendealern aus Marokko muss der Aufenthalt bei uns so unangenehm wie möglich gemacht werden; sie müssen mehr Zeit in Haft als in Freiheit verbringen.“

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