Mit Megaphon gegen die Megakatastrophe
Innsbruck – Alle zehn Sekunden stirbt auf der Welt ein Kind an den Folgen des Hungers. „Und das ist einer der größten Skandale der Menschhei...
Innsbruck –Alle zehn Sekunden stirbt auf der Welt ein Kind an den Folgen des Hungers. „Und das ist einer der größten Skandale der Menschheitsgeschichte“, sagt Tirols Caritas-Direktor Georg Schärmer. Zumal das Elend nicht auf einen Mangel in der Welt, sondern auf die ungerechte Verteilung zurückzuführen ist.
Was Hunger bedeutet, hat Schärmer vor 19 Jahren an seinem ersten Arbeitstag als Caritas-Direktor im West-Sahel erlebt. Nicht am eigenen Leib, aber doch hautnah – in einem Auffanglager, in dem 800 Frauen und Kinder gerade angekommen waren. „Da waren die Schreie der Mütter. Die Bilder vom letzten Auszucken eines sterbenden Kindes.“ Eindrücke, die Georg Schärmer bis heute nicht loslassen. Damals habe er sich geschworen, nicht müde zu werden, gegen den Hunger in der Welt zu kämpfen. Wenn es sein muss, auch mit dem Megaphon in der Hand, um auf die Megakatastrophe aufmerksam zu machen.
„Hungerbekämpfung ist ein Dauerauftrag“, weiß Schärmer. Und deshalb sammelt die Caritas im Rahmen der Sommersammlung einmal mehr Spenden für Projekte in Mali und Burkina Faso. Es gilt, Programme zur Ernährungssicherheit, nachhaltige Landwirtschaft, Vorsorgeprogramme und Katastrophenhilfe nach Dürrekatastrophen zu finanzieren. „Wir schaffen neue Zugänge zu Wasser und unterstützen Menschen beim Anbau und der Lagerung von Lebensmitteln“, erklärt Julia Stabentheiner von der Caritas-Auslandshilfe. „Und wir helfen dort, wo Kleinkinder von Unterernährung bedroht sind, schnell mit Zusatznahrung.“
Spenden auf das Konto AT79 3600 0000 0067 0950 unter dem Kennwort „Caritas-Sommersammlung“. Online-Spenden: www.caritas-tirol.at. Spendentelefon heute von 8 bis 20 Uhr unter 05 12/72 70. 20 Prozent der Sommersammlung fließen in die Versorgung der Flüchtlinge rund um Syrien. (np)