Chalets statt alter Baugrube
Im hintersten Pitztal in Mittelberg entsteht bis Sommer 2018 eine Chaletanlage um 14 Millionen Euro. Gegen mögliche Freizeitwohnsitze hat sich die Gemeinde abgesichert.
Von Alexander Paschinger
St. Leonhard, Mittelberg –Die Idee, ganz hinten im Pitztal, im letzten Weiler von St. Leonhard, ein Chaletdorf umzusetzen, gibt es schon lange. Noch länger, nämlich so an die 25 Jahre, klaffte schon eine brachliegende Baugrube in Mittelberg, weiß BM Elmar Haid. Doch seit einigen Wochen wird darin wieder gearbeitet: Die niederländische Investorengemeinschaft Mountain Residences lässt die alten Pläne einer Chaletanlage wieder hochleben.
„Bis Sommer 2018 entstehen hier sieben Chalets mit zwölf Appartements samt Restaurant mit Wellness, Fitness, Pools als Pure Resort Pitzal – das entspricht unserem Standard und Level“, erklärt einer der Geschäftsführer der Gesellschaft, Marc de Vocht. Nicht weniger als 14 Millionen Euro werden im hintersten Pitztal investiert. Neben den Geschäftsführern sind auch immer wieder andere Geldgeber eingeladen, sich zu beteiligen. In Lermoos war zuletzt eine solche Anlage entstanden. Das Konzept sieht vor, dass die Anlage von Einheimischen vor Ort betrieben wird, die Anleger können sie aber nutzen bzw. erhalten einen Teil der Einnahmen. „Unsere Investoren sehen das aber vor allem als Kapitalanlage“, entgegnet de Vocht der Frage, ob es sich um Freizeitwohnsitze handelt, „die kommen, ein-, zweimal im Jahr – oder noch seltener“.
Dorfchef Haid hat diesbezüglich ebenfalls keinen Kummer: „Das ist vertraglich abgesichert und wurde auch vom Land geprüft. Es gibt ja auch Beispiele im Land, wo diese Gesellschaft bereits erfolgreich tätig war.“ Besonders freut den Bürgermeister der „Kanebitter-Stil“, der beim Pure Resort angewendet wird. „Das passt. Bisher hatten wir am Talabschluss 25 Jahre eine Baugrube.“