Wiener Rentenmarkt am Vormittag mit Verlusten
Wien (APA) - Der Wiener Rentenmarkt hat sich am Freitag im Verlauf mit Abschlägen präsentiert. Die Referenzanleihen aller Laufzeiten verzeic...
Wien (APA) - Der Wiener Rentenmarkt hat sich am Freitag im Verlauf mit Abschlägen präsentiert. Die Referenzanleihen aller Laufzeiten verzeichneten Abgaben. Der Kurs der zehnjährigen Bundesanleihe reagierte dabei am stärksten. Im Vergleich: Der Euro-Bund-Future notierte ebenfalls im Minus.
Konjunkturdatenseitig wurde zum einen bekannt, dass die spanische Wirtschaft immer besser in Fahrt kommt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg von April bis Juni um 0,9 Prozent, wie aus Daten des Statistikamtes in Madrid hervorgeht. Damit bleibt Spanien eines der am schnellsten wachsenden Euro-Länder.
Zum anderen wurden auch positive BIP-Zahlen in Schweden veröffentlicht. Wie das nationale Statistikamt am Freitag mitteilte, lag die Wirtschaftsleistung 1,7 Prozent höher als im Vorquartal. Das ist nicht nur der stärkste Zuwachs seit Ende 2010. Auch wurden die Erwartungen von Bankanalysten um fast das Doppelte übertroffen.
Vorläufige Verbraucherpreise gab es außerdem aus Deutschland. Die Inflation zieht dort weiter an. Im Juli lagen die Verbraucherpreise in Deutschland um 1,7 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Im Mai hatte die jährliche Teuerungsrate 1,5 Prozent betragen, im Juni waren es 1,6 Prozent.
Erfreuliche Daten gab es zuletzt auch in Bezug auf die heimische Wirtschaft. In Österreich hat sich von April bis Juni das kräftige Wachstum fortgesetzt. Wie schon im ersten Quartal legte das BIP erneut um 0,8 Prozent zu, gab das Wifo in seiner Schnellschätzung bekannt. Grund für den anhaltenden Aufschwung waren dynamische Exporte, höhere Investitionen der Firmen sowie eine stabile Konsumnachfrage.
Für den Nachmittag erwarten Börsianer makroökonomische Daten aus den USA. Dort wird unter anderem die erste BIP-Schätzung für das zweite Quartal veröffentlicht.
Heute um 13.00 Uhr notierte der marktbestimmende Juni-Kontrakt des Euro-Bund-Future an der Eurex Deutschland in Frankfurt mit 161,52 um 71 Ticks unter dem letzten Settlement von 162,23. Das bisherige Tageshoch lag bei 162,38, das Tagestief bei 161,37. Die Tagesbandbreite umfasst bisher also 101 Basispunkte. Der Handel verläuft bei schwachem Volumen. In Frankfurt wurden bisher 350 Juni-Kontrakte gehandelt.
Die Rendite der 30-jährigen heimischen Bundesanleihe lag heute Früh bei 1,68 (zuletzt: 1,64) Prozent, die zehnjährige Benchmark-Bundesanleihe rentierte mit 0,74 (0,69) Prozent, die fünfjährige mit -0,16 (-0,19) Prozent und die zweijährige lag bei -0,56 (-0,58) Prozent.
Der Rendite-Spread zur vergleichbaren deutschen Benchmark-Anleihe betrug für die 30-jährige Bundesanleihe am Vormittag 33 (zuletzt: 34) Basispunkte. Die zehnjährige Referenz-Bundesanleihe lag 23 (22) Basispunkte über der deutschen Zinskurve. Für die fünfjährige errechnet sich ein Rendite-Abstand von 17 (17) Basispunkten und für die zweijährige ein Aufschlag von 14 (13) Punkten gegenüber der vergleichbaren deutschen Anleihe.
Börsenkurse und Taxen ausgewählter Benchmark-Anleihen im Interbankenhandel:
~ Emission LZ Kupon Handel --- Rendite Spread Börsekurs --- -- --- Geld Brief (in BP) zuletzt Bund 47/02 30 1,50 95,85 96,07 1,68 33 96,73 Bund 27/04 10 0,50 97,76 97,86 0,74 23 98,05 Bund 22/04 5 3,65 118,00 118,05 -0,16 17 118,18 Bund 19/03 2 4,35 107,99 108,04 -0,56 14 108,08 ~