Europas Leitbörsen im Verlauf weiter im Minus

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben sich am Freitag im Verlauf weiterhin mit Abschlägen präsentiert. Der 50 führen...

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben sich am Freitag im Verlauf weiterhin mit Abschlägen präsentiert. Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 fiel um 0,67 Prozent auf 3.469,65 Punkte. Der DAX in Frankfurt notierte gegen 13.45 Uhr mit 12.158,93 Punkten und minus 0,43 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London fiel um 0,64 Prozent und steht nun bei 7.395,36 Stellen.

Trotz positiver Wirtschaftswachstumszahlen aus Schweden und Spanien tendierten die europäischen Leitindizes im Minus. Auch das vor kurzem veröffentlichte Wirtschaftsklima für die Eurozone konnte keine positiven Impulse setzen. Vielmehr bereitet wohl die starke europäische Gemeinschaftswährung den Anlegern weiter Kopfzerbrechen. Impulse für den Euro-Dollar-Kurs und die Aktienmärkte könnten am Nachmittag die Wachstumsdaten aus den USA für das zweite Quartal liefern.

Unter den Einzelwerten rückten berichterstattende Unternehmen ins Zentrum. Während sich die Aktien von Adidas (plus 7,26 Prozent) nach einer positiv aufgefassten Zahlenvorlage des Sportartikelherstellers an die Spitze des Euro-Stoxx-50 setzten, ging es für die Wertpapiere des Brillenglasherstellers Essilor klar bergab. Die Titel des Konzerns rutschten nach schwachen Halbjahreszahlen mit minus 3,82 Prozent ans Ende des europäischen Leitindex ab.

Ebenfalls nach unten ging es für die Anteilsscheine des britischen Telekomgiganten BT Group (minus 2,26 Prozent). Dieser hat im ersten Quartal einen empfindlichen Gewinneibruch verzeichnet. Außerdem zogen die Titel des Konzerns den europäischen Telekomsektor in die Verlustzone.

Besonders trübe war außerdem die Stimmung im Autosektor, wo gerade deutsche Werte weiter unter den Dieselproblemen litten. Negativ hervor stach hier aber die Renault-Aktie, für die es trotz eines Gewinnsprungs im ersten Halbjahr um 5,80 Prozent abwärts ging.

Entsprechend der negativen Tendenz in New York standen im Branchenvergleich auch die europäischen Technologiewerte nicht hoch im Kurs. Experten sprachen von Gewinnmitnahmen, auch weil der Online-Händler Amazon am Vorabend mit einem deutlichen Gewinneinbruch überrascht hatte.

Zuletzt rückten auch Bankwerte auf die Kauf- bzw. Verkaufslisten der Anleger. In der Schweiz konnten Credit Suisse mit ihren Zweitquartalszahlen überraschen, die Aktien stiegen um 2,79 Prozent. Anders erging es jedoch den Wertpapieren der UBS. Sie fielen wegen einer gesunkenen Kernkapitalquote des Unternehmens um 0,39 Prozent.

Die britischen Barclays-Anteilscheine sanken unterdessen um 0,98 Prozent. Die britische Großbank ist im zweiten Quartal wegen des Ausstiegs aus dem Afrika-Geschäft in die roten Zahlen gerutscht. Zudem belastete erneut der alte Skandal um den Verkauf unnützer Kreditausfallversicherungen das Ergebnis.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA353 2017-07-28/14:07