Rom vertrocknet - Bürgermeisterin appelliert gegen Wasserrationierung

Rom (APA) - Die römische Bürgermeisterin Virginia Raggi hat am Freitag einen Appell an die Regierung von Paolo Gentiloni gerichtet, um eine ...

Rom (APA) - Die römische Bürgermeisterin Virginia Raggi hat am Freitag einen Appell an die Regierung von Paolo Gentiloni gerichtet, um eine Wasserrationierung in Rom ab Montag abzuwenden. „Es ist unannehmbar, dass Rom das Wasser entzogen wird. Dadurch entsteht ein riesiger Schaden für die Bürger, die Unternehmen und dem Ansehen Italiens“, sagte Raggi am Freitag.

Sie sei vor allem um die Wasserlieferungen an Krankenhäuser und an die Feuerwehr besorgt, die zuletzt im Kampf gegen mehrere Brände engagiert war, betonte Raggi und appellierte an die italienische Regierung, Notstandsmaßnahmen zur Abwendung der Wasserrationierung zu ergreifen.

Ab Freitag darf die römische Wasserversorgungsgesellschaft ACEA kein Wasser mehr aus dem Braccianosee nördlich von Rom pumpen. ACEA will Medienberichten zufolge am kommenden Montag beginnen, das Wasser in Rom zeitweise und in Rotation für die einzelnen Stadtgebiete zu rationieren.

Die Wasserprobleme Roms beschäftigen die Regierung schon seit längerer Zeit. „Eine Wasserrationierung ist unannehmbar. Die Lage in Rom bereitet uns in ganz Italien am meisten Sorgen“, sagte der italienische Umweltminister Gian Luca Galletti. Er kritisierte, dass 44 Prozent des Wassers auf dem Weg in die Haushalte in der Region Latium verloren gingen, was den veralteten Leitungen zuzuschreiben sei.