Fußball-Frauen-EM: ÖFB-Gegner Spanien zitterte sich ins Viertelfinale

~ --------------------------------------------------------------------- KORREKTUR-HINWEIS In APA402 vom 28.07.2017 muss es zu Beginn im drit...

~ --------------------------------------------------------------------- KORREKTUR-HINWEIS In APA402 vom 28.07.2017 muss es zu Beginn im dritten Absatz richtig heißen: Niederlagen gegen England (nicht: Spanien) und eben Schottland. --------------------------------------------------------------------- ~ Deventer (APA) - Spaniens Fußball-Frauen-Nationalteam haben am Ende drei Punkte aus drei Spielen zum Aufstieg ins EM-Viertelfinale gereicht. Die letzte Partie gegen Schottland in Deventer am Donnerstagabend wurde dabei zur richtigen Zitterpartie. „Das Wichtigste ist, dass wir aufgestiegen sind“, betonte Stürmerin Maria Paz. Ein weiterer Gegentreffer bei der 0:1-Niederlage gegen Schottland hätte das Out bedeutet.

Genauso der Ausgleich von Portugal im Parallelspiel gegen England, der beim 2:1 für den großen Favoriten aber auch nicht mehr fiel. In einer Dreiertabelle mit den Schottinnen (2:2-Tore) und Portugiesinnen (2:3) behielt Spanien (2:1) so hauchdünn die Oberhand. „Das hat mich schon überrascht. Ich hätte mir schon gedacht, dass Spanien hinter England am Ende mit sechs Punkten dastehen wird“, sagte ÖFB-Teamverteidigerin Carina Wenninger.

Nach dem Auftakt-2:0 gegen Portugal gab es für die Ibererinnen Niederlagen gegen England (0:2) und eben Schottland. Das Selbstvertrauen dürfte ziemlich angeknackst sein. „Wir müssen das Spiel jetzt genau analysieren“, sagte Teamchef Jorge Vilda.

Potenzial für Verbesserung gibt es reichlich. „Es gibt viele Bereiche, in denen wir uns steigern müssen“, betonte Paz. Vilda war trotz der Niederlage bemüht, das Positive hervorzustreichen. „Wir haben eine gute zweite Hälfte gespielt, mit viel Ballbesitz. Da war auch unser Positionsspiel definitiv besser“, analysierte der 36-jährige Jungcoach.

Fehlende Effizienz verhinderte aber den Ausgleich nach der Führung der Schottinnen durch die starke Caroline Weir (42.). Silvia Meseguer (64.) scheiterte etwa am Aluminiumgehäuse. „Wir waren ein bisschen zu nervös und haben unsere Chancen nicht genutzt. Hoffentlich können wir das gegen Österreich besser machen“, sagte Vilda, der nach einer nervenaufreibenden Schlussphase extrem glücklich war. Seine Elf hatte am Ende 69 Prozent Ballbesitz, der schießt aber bekanntlich keine Tore.

Die Schottinen bereiteten ihrer scheidenden Trainerin Anna Signeul einen tollen Abschied. Den Aufstieg habe man laut ihr schon zuvor verspielt, bei der Niederlage gegen Portugal. „Das ist sehr ärgerlich“, betonte die in den letzten zwölf Jahren in dieser Funktion tätig gewesene Signeul. Sie ist sich sicher: „Der schottische Frauenfußball hat eine gute Zukunft vor sich.“