Deutsche Autobauer denken nicht an Absatzeinbruch nach Kartellvorwurf

Berlin (APA/AFP) - Trotz der Kartell-Vorwürfe gegen deutsche Autobauer rechnet der Branchenverband VDA nicht mit einem Einbruch der Verkaufs...

Berlin (APA/AFP) - Trotz der Kartell-Vorwürfe gegen deutsche Autobauer rechnet der Branchenverband VDA nicht mit einem Einbruch der Verkaufszahlen. „Wir gehen nicht davon aus, dass die aktuelle Diskussion die Verkaufszahlen zusätzlich belasten wird“, sagte der Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann, der „Automobilwoche“.

Die Vorwürfe gegen Volkswagen mit seinen Töchtern Audi und Porsche sowie Daimler und BMW waren vor einer Woche bekannt geworden.

Als größere Belastung für den Markt erweist sich dem VDA zufolge allerdings die Diskussion über Fahrverbote für Dieselautos. Die Diesel-Neuzulassungen in Deutschland seien im ersten Halbjahr um 9,1 Prozent zurückgegangen, sagte Wissmann. Im Juni lagen sie demnach 19 Prozent unter dem Vorjahresmonat. „Es ist noch kein Absturz, aber es bereitet Sorgen“, sagte der VDA-Präsident.

Der VDA lehnt pauschale Fahrverbote ab. Ziel des Diesel-Gipfels in der kommenden Woche sei daher „eine Zusage der Politik, auf pauschale Fahrverbote zu verzichten“, sagte Wissmann.