Zürcher Börse schließt kaum verändert
Zürich (APA/dpa-AFX) - Der Schweizer Aktienmarkt hat den Handel am Freitag ohne große Veränderungen beendet. Nach einem mäßigen Start mit de...
Zürich (APA/dpa-AFX) - Der Schweizer Aktienmarkt hat den Handel am Freitag ohne große Veränderungen beendet. Nach einem mäßigen Start mit deutlicheren Verlusten holte der SMI gestützt vom Ölpreis und dem sich weiter abschwächenden Franken etwas auf und notierte vorübergehend leicht im Plus. Rückenwind kam von positiven Wirtschaftsdaten aus der Eurozone. So stieg die Wirtschaftsstimmung auf ein Zehn-Jahres-Hoch. Im Fokus standen aber vor allem die Großbanken Credit Suisse und UBS mit ihren Halbjahreszahlen.
Der Nachmittag stand im Zeichen neuer Konjunkturdaten aus den USA. Dort wurden erste Angaben zum Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal sowie zu den Arbeitskosten veröffentlicht. Das Bruttoinlandsprodukt ist in den USA laut der ersten Schätzung annualisiert um 2,6 Prozent gewachsen und damit wie erwartet deutlich stärker als im ersten Quartal. Allerdings hatten Ökonomen im Vorfeld ein noch etwas stärkeres Wachstum prognostiziert. Insgesamt hatten die Zahlen auf den Schweizer Aktienmarkt keine großen Auswirkungen, ebenso wenig wie der besser als erwartet ausgefallene Index zum Konsumklima in Michigan.
Der Swiss Market Index (SMI) schloss mit einem minimalen Plus von 0,02 Prozent bei 9.019,31 Punkten. Im Wochenvergleich ergab sich ein Anstieg von 0,9 Prozent. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI), in dem die größten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, gab 0,02 Prozent auf 1.440,55 Punkte nach, während der breite Swiss Performance Index (SPI) wiederum 0,01 Prozent höher schloss bei 10.263,55 Punkten.
Größte Verlierer waren die Aktien der UBS mit einem Minus von 2,9 Prozent. Für Gesprächsstoff sorgte der überraschend starke Rückgang der Kernkapitalquote. Schuld daran seien strengere Vorschriften bei der Erkennung risikogewichteter Aktiva, hieß es bei der UBS. Zum Teil war am Markt aber auch von Gewinnmitnahmen nach der relativ starken Kursentwicklung in jüngster Zeit die Rede. Einzelne Analysten bezeichneten das Quartalsergebnis als insgesamt solide.
Im Gegensatz dazu waren die Titel der Credit Suisse (+3,1 Prozent) als Spitzenreiter im SMI gefragt. Die kleinere der beiden Großbanken hat im zweiten Quartal in ihrem Kerngeschäft gut gearbeitet und die Erwartungen beim Vorsteuergewinn deutlich übertroffen. Börsianer lobten vor allem die deutlich gesunkenen Kosten, das internationale Vermögensverwaltungsgeschäft, die Region Asien-Pazifik sowie das Investmentbanking. Dazu trugen vor allem gesunkene Kosten bei.
Von den weiteren Finanzwerten gaben einzig noch Julius Bär (-1,0 Prozent) deutlicher nach, während sich die Aktienkurse der Versicherer unterm Strich kaum bewegten und mit mehrheitlich positiven Vorzeichen schlossen.
Zwischen UBS und Julius Bär beendeten Clariant (-1,3 Prozent) den Handel als zweitschwächster Wert. Daneben verzeichneten SGS (-1,1 Prozent) und Lonza (-0,7 Prozent) nennenswerte Abgaben. Roche (-0,2 Prozent) zeigten sich im Nachgang zu der Zahlenvorlage vom Vortag etwas schwächer.
Dagegen rückten die Aktien von Nestlé (+0,2 Prozent) nach schwachem Beginn in die Gewinnzone vor. Eine Reihe von Analysten hatte nach der gestrigen Zahlenenttäuschung die Kursziele gesenkt.
Auf der Gewinnerseite fielen neben Credit Suisse vor allem Richemont (+1,6 Prozent) und Swatch (+1,4 Prozent) auf sowie Lindt & Sprüngli und Geberit (je +1,0 Prozent) auf.
~ ISIN CH0009980894 ~ APA505 2017-07-28/18:27