Iran verurteilt neue US-Sanktionen als feindseligen Akt

Teheran (APA/dpa) - Das iranische Außenministerium hat die neuen Sanktionen der USA wegen eines laut Teheran wissenschaftlichen Raketentests...

Teheran (APA/dpa) - Das iranische Außenministerium hat die neuen Sanktionen der USA wegen eines laut Teheran wissenschaftlichen Raketentests als irrelevant und feindselig verurteilt. „Das ist nur ein weiterer Versuch der USA, unabhängigen Staaten die wissenschaftliche Entfaltung zu blockieren“, sagte Außenamtssprecher Bahram Ghassemi am Samstag.

Der Iran hatte am Donnerstag die Rakete „Simorgh“ („Phönix“) mit einem Satelliten ins All geschossen. Washington sieht in dem Test einen Verstoß gegen UNO-Resolutionen sowie gegen Verpflichtungen aus dem Atomabkommen von 2015. Am Freitag verhängte die US-Regierung finanzielle Sanktionen gegen sechs iranische Unternehmen, die nach ihrer Auffassung das iranische ballistische Raketenprogramm fördern.

Wie zuvor Präsident Hassan Rouhani sagte auch Außenamtssprecher Ghassemi, dass der Raketentest nur wissenschaftliche und keine militärischen Zwecke verfolgt habe. Daher sei er kein Verstoß gegen das Atomabkommen. Für solche Tests brauche das Land keine Erlaubnis von ausländischen Regierungen. „Überhaupt wird das Atomabkommen von den Amerikanern instrumentalisiert, um ihre feindselige Politik gegenüber Teheran zu rechtfertigen“, sagte der Sprecher.

Auch Außenminister Mohammad Jawad Zarif schrieb auf seiner Twitter-Seite, dass der Iran laut Atomabkommen nur verpflichtet sei, keine Raketen mit atomaren Sprengköpfen zu bauen und zu testen. Dies habe Teheran auch stets eingehalten. Raketentests ohne atomare Sprengköpfe seien kein Verstoß gegen den Deal.