Schelling betont positive Effekte der Übersiedlung von EU-Agenturen
London (APA) - Österreich werde am Montag für die beiden derzeit in London ansässigen EU-Agenturen, die Europäische Arzneimittelagentur EMA ...
London (APA) - Österreich werde am Montag für die beiden derzeit in London ansässigen EU-Agenturen, die Europäische Arzneimittelagentur EMA (European Medicines Agency) und die Europäische Bankenaufsicht EBA (European Banking Authority) „zwei sehr attraktive Angebote“ legen, so das Finanzministerium in einer Aussendung vom Samstag. Beide Agenturen wären laut Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) sehr interessant für den Wirtschafts- und Forschungsstandort Österreich, wie eine IHS-Studie belege.
„Die EMA würde einen jährlichen Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt von 203 Mio. Euro leisten. Bei der EBA liegt er bei 39,7 Mio. Euro“, so Schelling laut Aussendung. „Mittelfristig trägt der Betrieb der EMA laut IHS innerhalb von fünf Jahren insgesamt rund 1 Mrd. Euro, der Betrieb der EBA rund 0,2 Mrd. Euro zum österreichischen Bruttoinlandsprodukt bei“, betonte der Finanzminister. Darüber hinaus würden mit der EMA-Ansiedlung mehr als 2.000, mit der EBA-Ansiedlung mehr als 400 neue Arbeitsplätze in Österreich entstehen.
Nicht nur als Arbeitgeber seien EMA (rund 900 Mitarbeiter) und EBA (rund 200 Mitarbeiter) für den heimischen Standort von besonderem Interesse. Laut IHS-Studie sei bei der EMA von einem jährlichen Besucheraufkommen von rund 36.000 Personen, bei der EBA von rund 8.000 Personen auszugehen. Daher würden insbesondere auch die heimischen Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe von einer Umsiedlung beider Organisationen profitieren. Aufgrund des laufenden Bieterverfahrens, an dem nahezu alle EU-Mitgliedstaaten teilnehmen, würden alle Details zu den österreichischen Angeboten erst nach der am Montag ablaufenden Frist veröffentlicht.