TT-Café

Kufstein soll die Kulturhauptstadt Tirols werden

Johann Mauracher und Walter Eisenmann stellten sich den Fragen von TT-Chefredakteur Mario Zenhäusern (v. l.).
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Starke Ansagen der Interviewgäste gab es gestern beim TT-Café in der Festungsstadt. Die Besucher genossen inzwischen 3300 Becher Gratis-Kaffee.

Von Michael Mader

Kufstein –Regelrecht gestürmt wurde am Samstag der Fischergries in Kufstein: Kein Wunder, macht doch das TT-Café Station in der Festungsstadt. Mit dabei jede Menge Kaffee von Wedl/Testa Rossa, Gebäck von der Hofer-Backbox und Montes-Mineralwasser von der Privatquelle Gruber – und das alles kostenlos. So wurden in drei Stunden 3300 Becher Kaffee, 1500 Stück Gebäck und 800 Flaschen Mineralwasser ausgegeben.

Für die Hunderten von Gästen gab es aber nicht nur ein Gratis-Frühstück, sondern auch Live-Musik von der Band Primetime und spannende Interviews, die von TT-Chefredakteur Mario Zenhäusern auf der Bühne geführt wurden.

Johann Mauracher, Obmann des TVB Kufsteinerland, machte gleich zu Beginn mit einer starken Ansage auf sich aufmerksam. Nicht zum ersten Mal bekräftigte er, dass Kufstein die Kulturhauptstadt Tirols werden soll. „Vor zwei Jahren sind wir gestartet und haben versucht, diese Marke herauszuarbeiten. Mal schauen, ob wir das schaffen“, meinte Mauracher. Jetzt arbeite man daran, mit den Nächtigungen wieder an die alte Marke von einer Million heranzukommen. Derzeit liege man bei 800.000, bei einem jährlichen Zuwachs von etwa fünf Prozent.

Von enormen Zuwächsen wusste Walter Eisenmann, Geschäftsführer der Söller Bergbahnen und Mit-Erfinder des Söller Hexenwassers, zu berichten, das heuer sein 15-Jahr-Jubiläum feiern durfte: „Im Jahr 2000 hatten wir im Sommer rund 40.000 Beförderungen, jetzt sind es 200.000. Recht viel mehr sollten es aber nicht werden, die Natur soll nicht überschwemmt werden.“

Zum ersten Mal im Wahlkampf – außer als Studentenvertreter – befindet sich Minister Andrä Rupprechter (ÖVP), der für die Nationalratswahl nun doch im Tiroler Unterland als Spitzenkandidat antritt. Im Falle einer Regierungsbeteiligung der ÖVP würde er auch gerne seinen Posten als Umweltminister behalten: „Mein Lieblingsressort ist mein Eigenes.“ Dort habe er u. a. mit der Lösung des Problems der Almenvermessung und den Klimaschutzverhandlungen einiges erreichen können.

Einiges erreicht haben aber auch die Stadt Kufstein und die Fachhochschule: FH-Geschäftsführer Thomas Madritsch erzählte von den Plänen, die Studierendenzahl von 2000 auf 3000 steigern zu wollen, was auch den Neubau rechtfertige. Davon profitiere auch die Bevölkerung. „Wir bauen einen öffentlich zugänglichen Turnsaal und ein Bibliothekszentrum.“ Bürgermeister Martin Krumschnabel führte in diesem Zusammenhang auch die wirtschaftliche Seite der FH ins Treffen: „2000 Studierende und 600 Lehrende, da fließen im Laufe der Jahre Millionen nach Kufstein.“ Rückendeckung kam von Krumschnabel aber auch für Mauracher. „Wir arbeiten gemeinsam mit dem Kufsteinerland an der Entwicklung im Bereich Kultur. Am 15. September wird das Kulturquartier eröffnet. Dann haben wir nicht nur einen Theatersaal, sondern auch noch einen weiteren Veranstaltungssaal.“ Kufstein wolle sich in die erste Reihe drängen – auch mit Sportveranstaltungen: Kufstein ist heuer auch Startort für die Rad-Weltmeisterschaft. Krumschnabel hat aber auch eine Neuigkeit für die Gäste des TT-Cafés: „Es steht im Raum, dass es am Dienstag ein Gastspiel der Fußballer von Lazio Rom in Kufstein gibt.“

Das ließ vermutlich auch das Herz des nächsten Interviewpartners höherschlagen. Thomas Silberberger, seit fünf Jahren Trainer der WSG Wattens, konnte erst am Freitag einen wichtigen Sieg mit seiner Mannschaft einfahren. Derzeit liegt die WSG Wattens einen Punkt vor Wacker Innsbruck. „Wir sollten nicht auf das Duell schauen, sondern dass einer der Clubs in der Bundesliga spielt“, sagte Silberberger, der Wattens als Außenseiter bezeichnete. Man habe im vergangenen Jahr schon bewiesen, dass man eine tolle Einheit stelle, heuer sei man ein bisschen breiter aufgestellt. Der Teamgeist sei sehr ausgeprägt und dieser könne auch Berge versetzen, schmunzelte der Wörgler.

Silberberger stand mit Schauspieler Florian Adamski auf der Bühne, der die TT-Café-Gäste mit einem „Sketch“ zum Lachen brachte. Dabei kamen auch Gemeinsamkeiten zu Tage: Silberberger und Adamski hatten vor Jahren gegeneinander in der Regionalliga Fußball gespielt.

Vom Fußball ging es schließlich zu einem der Höhepunkte des TT-Cafés, der Verlosung des Gewinnspiels. Über eine Testa-Rossa-Kapselmaschine durfte sich Christel Schweighöfer freuen, einen dez-Gutschein von 300 Euro gewann Klaus Perktold.

Johann Mauracher und Walter Eisenmann stellten sich den Fragen von TT-Chefredakteur Marion Zenhäusern (v.l.)

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Hunderte besuchten das TT-Café in Kufstein.

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Für Live-Musik sorgte die Band Primetime.

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Viele Besucher versuchten ihr Glück beim Gewinnspiel.

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Sagenhafte 1500 Stück Gebäck von der Hofer-Backbox wurden an die Gäste des TT-Café gratis ausgegeben.

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Günter Neyer (Testa Rossa, links) und Norbert Adlassnigg (TT-Marketingchef, rechts) übergaben die Gewinne an Christel Schweighöfer und Klaus Perktold aus Kufstein.

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Minister Andrä Rupprechter.

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Thomas Silberberger und Florian Adamski.

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Martin Krumschnabel und Thomas Madritsch.

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