Sportschießen

EM-Silber für Olivia Hofman im 300-m-Bewerb in Baku

Olivia Hofmann holte bei der Sportschützen-EM in Baku die bereits siebente Medaille für Österreich.
© Hofmann

Die Tiroler Olympia-Fünfte behielt trotz großer technischer Probleme die Nerven.

Baku – Olivia Hofmann, die Olympia-Fünfte von Rio im KK-Dreistellungsmatch, hat am Samstag bei den Europameisterschaften der Schützen in Baku für ein Novum gesorgt. Hofmann war als erste Österreicherin überhaupt am Start eines 300-m-EM-Bewerbs und holte Silber. Es war bereits die insgesamt siebente ÖSB-Medaille in Aserbaidschan.

Gewehr-Umbau unter Zeitdruck

Dabei war der Bewerb für die bald 25-jährige Tirolerin von einigen Pannen geprägt. Beim Probeschießen kam es bei ihrem Gewehr zu einem technischen Defekt. Dank ihrer Teamkollegen Bernhard Pickl, Stefan Rumpler und Alexander Schmirl konnte sie das gesamte System in der verbleibenden Zeit ausbauen und dank des bereitgestellten Materials in ein neues Gewehr installieren. Danach musste sie auch noch den Schießstand wechseln, weil es bei diesem zu einem Defekt kam.

Mit 591 Ringen und 100 Ringen in der sechsten und letzten Serie holte sie Silber und verhinderte einen schwedischen Doppelsieg durch Elin Ahlin und Anna Normann. Die Silbermedaillengewinnerin mit dem 50-m-Gewehr, Franziska Peer, wurde Zehnte (586 Ringe) und Juniorin Marlene Pribitzer (NÖ) belegte Rang 23 (559 Ringe). In der Teamwertung, die die Schwedinnen vor Deutschland und Estland gewannen, belegten die drei ÖSB-Damen Hofmann, Peer und Pribitzer den sechsten Platz (1.736 Ringe). (APA)