Opposition in Venezuela ruft zu weiteren Protesten auf

Caracas (APA/AFP) - Inmitten der aufgeheizten Stimmung in Venezuela haben die Regierungsgegner zu weiteren Protestaktionen aufgerufen. Das O...

Caracas (APA/AFP) - Inmitten der aufgeheizten Stimmung in Venezuela haben die Regierungsgegner zu weiteren Protestaktionen aufgerufen. Das Oppositionsbündnis Tisch der demokratischen Einheit (MUD) kündigte neue Straßenblockaden zur Wahl der verfassunggebenden Versammlung am Sonntag an.

Auch nach dem Wochenende müsse der Druck auf Präsident Nicolas Maduro aufrechterhalten werden, sagte Oppositionsführer Henrique Capriles. Am Freitag wurde ein 18-Jähriger Demonstrant erschossen, er ist das 113. Todesopfer seit Beginn der Protestwelle.

Die Proteste müssten in der kommenden Woche fortgeführt werden, sagte Capriles. Ziel sei ein „Regierungswechsel“. Er rief die Venezolaner auf, am Sonntag alle wichtigen Verkehrsadern des Landes zu blockieren.

Die Lage in dem südamerikanischen Land ist derzeit höchst angespannt. Die Opposition hatte angesichts der für Sonntag angesetzten Wahl einer verfassunggebenden Versammlung zu landesweiten Protestmärschen aufgerufen - trotz eines von der Regierung verhängten Demonstrationsverbotes. Am Donnerstag hatte die Regierung mit Haftstrafen von bis zu zehn Jahren für all diejenigen gedroht, die die Wahl durch Proteste stören wollten.

Am Freitag versammelten sich weniger Demonstranten auf den Straßen als in den Tagen zuvor. In der Hauptstadt Caracas errichteten Regierungsgegner vereinzelt Straßensperren, auch in San Cristobal, Maracaibo und der Stadt Guayana gab es Proteste.