Schwimmen: Auböcks Trainer kommen über seine Vorzüge ins Schwärmen
Budapest (APA) - Felix Auböck ist bei den am Sonntag zu Ende gegangenen Budapester Schwimm-Weltmeisterschaften an seinem bisherigen Karriere...
Budapest (APA) - Felix Auböck ist bei den am Sonntag zu Ende gegangenen Budapester Schwimm-Weltmeisterschaften an seinem bisherigen Karriere-Höhepunkt angekommen. Mit den Rängen 5, 6, 12 und 17 hat er seine vier besten WM-Platzierungen auf der Langbahn erreicht. Auf den Weg dahin brachten den 20-Jährigen eine Reihe von Coaches - vier in Österreich, einer in Berlin und aktuell ein Trainerteam in Michigan/USA.
Der Letzte von Auböcks Betreuern in der Südstadt war bis 2013 Walter Bär. Er verfolgt die Fortschritte seines ehemaligen Schützlings noch immer mit Interesse, war auf der Tribüne der Duna Arena zum Teil auch live dabei. „Er war immer fokussiert, schon in jungen Jahren“, hob Bär eine der Vorzüge Auböcks hervor. „Ich kann mich nicht erinnern, dass ich in der Arbeit mit ihm irgendwelche Tiefs gehabt habe.“
Die Arbeit mit dem aktuell besten österreichischen Schwimmer sei freilich auch durch dessen Vorzüge erleichtert worden. „Felix war immer sehr groß, langgezogen, das passt von den Proportionen“, erklärte Bär der APA - Austria Presse Agentur. Auch habe er immer recht wenig Muskelmasse gehabt. Das habe sich in dem Jahr in den USA nun aber geändert. Bär: „Da ist er von einem jungen Burschen zum Mann mutiert.“
Für den SVS-Coach ist Auböck in der absoluten Weltklasse angelangt, das meint auch Lasse Frank. Der betreute den Niederösterreicher in dessen drei Jahren bis 2016 in Berlin. „Er ist sportlich ganz fokussiert, in unserer Zusammenarbeit hat alles gepasst.“ Frank sieht Auböcks Zukunft über 800 und 1.500 m. „Er ist prädestiniert dafür. Je länger die Strecke, desto höher seine Chance auf eine Medaille“, sagte er der APA.
Der EM-Vierte 2016 über 400 m bringe alles mit, um nach Medaillen zu greifen. „Er hat die Größe, die Hebel, einen leichten Körperbau und einen unbändigen Willen, erfolgreich zu sein. Diesen Willen zeigt er im Training. Ich habe sonst noch nie mit einem Sportler gearbeitet, der so motiviert ist.“ Auch Frank ist weiter in regelmäßigem Kontakt mit dem OSV-Athleten, auch wenn der sein Training nun in Michigan abspult.
Dort sorgen sich fünf Coaches um die Aktiven, Auböck gehört der Gruppe der Mittel- und Langstreckenkrauler an. In Budapest wurde Sam Wensman eigens zur Betreuung des Österreichers abgestellt. „Seine Fähigkeiten sind außergewöhnlich, er hat großes Potenzial. Seine Grenze ist nur der Himmel“, sagte Wensman zur APA. Ein großer Bonus von Auböck sei sein noch recht junges Alter.
Auf Medaillen würden die Athleten in Michigan aber nicht gepolt. Wensman: „Bei uns steht der Prozess im Vordergrund. Denn in dem Moment, wenn man aufhört, an der Verbesserung zu arbeiten, geht man einen Schritt zurück.“ Die rot-weiß-rote Schwimmhoffnung habe diese Philosophie verinnerlicht und ziehe mit an einem Strang. „Felix ist ein großer Teamplayer.“ Am 22. August geht es für Auböck zurück nach Michigan.