Erinnerungen an den römischen Kaiser Trajan
Rom/Bukarest (APA) - Vereinzelt erinnern auf dem Boden des einstigen Römischen Weltreiches, vor allem in Italien und Rumänien, noch Triumphs...
Rom/Bukarest (APA) - Vereinzelt erinnern auf dem Boden des einstigen Römischen Weltreiches, vor allem in Italien und Rumänien, noch Triumphsäulen, Triumphbögen, Reste von Bauwerken und Brücken an die Regierungszeit von Kaiser Trajan (98-117).
In Rom hatte Trajan zwischen den Hügeln Kapitol und Quirinal von Apollodorus von Damaskus, einem der größten Ingenieure und Architekten der Antike, ein heute noch gut erhaltenes Marktgelände, das Trajansforum errichten lassen. Am Rand wurde 113 n. Chr., also noch zu Lebzeiten Trajans von Apollodorus im Auftrag von „Senat und Volk von Rom“ (S.P.Q.R.) eine Säule von 38 m Höhe und 3,5 m Durchmesser errichtet.
Auf Reliefbändern der insgesamt 18 Marmortrommeln ist mit etwa 2.500 Figuren die Eroberung Dakiens dargestellt, im Hintergrund einer Opferszene, auch die berühmte Donaubrücke von Drobeta, dem heutigen rumänischen Turnu Severin. In Rom gibt es auch Thermen aus der Zeit Trajans.
Die italienischen Städte Ancona und Benevent verfügen über römische Triumphbögen, die nach Kaiser Trajan benannt wurden. Rumänien („Rom-anien“), obwohl nur knapp 170 Jahre als Dakien (Dacia) in römischen Besitz, ist besonders stolz auf sein römisches Erbe. Schätze der damaligen Zeit befinden sich in zahlreichen Museen des Landes. Traian und der von ihm besiegte Decebal(us) sind heute noch häufige männliche Vornamen im Land. In einigen Fällen wurden die Namen der römischen Vorgängerstädte dem heutigen Stadtnamen vorangestellt (z.B. Drobeta-Turnu Severin) oder nachgestellt, wie z.B. im Fall von Cluj-Napoca, dem ehemaligen Klausenburg in Siebenbürgen.
Am Donauufer, gleich bei den ausgegrabenen Überresten von Drobeta, stehen noch Pfeilerreste der berühmten Brücke aus der Zeit Trajans über die hier etwas mehr als einen Kilometer breite Donau (rumän. Dunarea). Im nahegelegenen Museum befindet sich eine umfangreiche Dokumentation über die Dakerkriege und die in dessen Verlauf errichtete Donaubrücke.
Nahe von Adamclisi im rumänischen Teil der Dobrudscha steht das 106/107 von Trajan errichtete, im 20 Jhdt. mit mehreren Originalreliefs restaurierte, Tropaeum Traiani, ein von einer Genius-Figur bekrönter Rundbau zu Ehren der Gefallenen der Dakerkriege. Das angeschlossene Museum beherbergt zahlreiche Funde aus römischer Zeit, weitere Originalteile des Tropaeums und das beschädigte Original der krönenden Genius-Figur.