Von den Werten des Frauseins
Landeck – Zu einer Zeit, als für Frauen die Gründung einer Familie und die Führung eines Haushalts als das einzig Erstrebenswerte galten, wa...
Landeck –Zu einer Zeit, als für Frauen die Gründung einer Familie und die Führung eines Haushalts als das einzig Erstrebenswerte galten, war das Bestreben der in Silz lebenden Künstlerin Adelheid Schmid-Nuss ganz ein anderes. Sie ging an die Kunstakademie München. Seither lebt die nun knapp 80-Jährige das Künstlersein mit Leib und Seele. Diese Lebensauffassung schlägt sich in ihren Werken nieder. Davon kann man sich bis 27. August auf Schloss Landeck überzeugen. Als exzellente Malerin, wohl eine der besten unseres Landes, gelten ihre künstlerischen Betrachtungen der Tagespolitik ebenso wie der griechischen Mythologie und ganz speziell den Fragen um das Menschliche, um das Existenzielle.
Ebenfalls zu sehen sind Werke der mit dem Projekt „Grüß Göttin“ international bekannt gewordenen Ursula Beiler. Das Weibliche im Göttlichen, der Wert des Frauseins sind die großen Themen der Bildhauerin. Technisch nicht weniger versiert, hinterfragt sie die Ansprüche moralischer und kirchlicher Institutionen, die das Patriarchat zelebrieren. Zu sehen täglich von 10 bis 17 Uhr. (hau)