Bezirk Imst

Kirchen- und Chormusik sollen Auferstehung feiern

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Der in Zürich lebende und schaffende Dirigent Michael Köck möchte in seiner Heimatstadt Imst die Kirchenmusik wieder lebendig machen.

Von Hubert Daum

Imst, Zürich –Den Name­n Köck assoziiert man in Imst automatisch mit Musik. Christine ist Musiklehrerin, Ferdinand, der übrigens die Laurentiuskonzerte „erfand“, war ebenfalls eine Größe in der heimischen Musikszene. Sein überraschender Tod vor zehn Jahren bestürzte die Bevölkerung. Mit Sohn Michael lebt die Hingabe zur Musik allerdings weiter.

Michael Köck ist studierter Dirigent und leitet in Zürich gleich drei Orchester. „Zurzeit absolviere ich einen Uni-Lehrgang in Salzburg und München“, erzählt Köck, der derzeit öfters in seiner Heimatstadt Imst weilt, „ein großes Thema dabei ist die Organisation von Festivals.“ Dabei sei ihm die Idee gekommen, der Chor- und Kirchenchorszene in seiner Geburtsstadt wieder Leben einzuhauchen. Ein großer Aspekt sei für ihn die Tatsache, dass sich im letzten Jahr der Imster Kirchenchor unter der Leitung von Matthias Frischmann aufgelöst hatte. Hermine Köck, Michaels Oma, war jahrzehntelang Organistin.

Die Verbindung zur Kirchenmusik wurde also dem Dirigenten schon in die Wiege gelegt. Köck: „Wir möchten mit dem außergewöhnlichen Konzert am 2. September in der Imster Pfarrkirche den Stein ins Rollen bringen.“ Und tatsächlich hat Imst in der Vergangenheit kaum ein vergleichbares klassisches Konzert erlebt: Auf dem Programm stehen das Requiem von Mozart und das Orgelkonzert von Francis Poulenc. „Ich freue mich, dass ich den gebürtigen Imster Lukas Wegleiter, Organist in Salzburg, als Solist gewinnen konnte“, so Köck. Nicht minder wertvoll ist das Mitwirken von Belind­a Loukota, Sopransängerin in Wien, und Sonja Jud, Alt-Stimme mit Künstlerort Hall. Insgesamt werden im Kammerorchester rund 30 Musiker mitwirken. Köck: „Wir suchen noch Gastfamilien, die unsere Orchestermitglieder für drei Nächte beherbergen.“

Das Kirchenkonzert sollte keine Eintagsfliege sein: In den drei Tagen, in denen die Künstler beisammen sind, sollte ein Diskussionsprozess in Gang gesetzt werden, um die Kirchenchor-, aber auch die Chorszene im Allgemeinen in Imst und Umgebung nachhaltig wieder aufzubauen. Für Michael Köck ist das übergeordnete Ziel, „die Kirchenmusikszene nach Imst zu tragen und die Chorszene darüber hinaus zu beleben“. Der Wunsch wäre ein angestellter Chorleiter, der Einzelinitiativen bündelt. Als Voraussetzung wurde kürzlich der „Konzertverein Imst“ gegründet.

Die Deckung der Kosten für eine derartige Initiative hält Köck für möglich: „Stadt Imst, Land und zahlreiche private Sponsoren haben die Finanzierung des Konzertes ermöglicht. Mein Dank gilt im Speziellen Kulturreferent Christoph Stillebacher, der sich dafür sehr engagiert.“

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