Kameraden aus ganz Tirol in Walchsee
Walchsee – Anlässlich des 115-jährigen Bestehens des Kameradschaftsbundes Walchsee wurde die heurige Landeswallfahrt mit Bezirksfest im Kais...
Walchsee –Anlässlich des 115-jährigen Bestehens des Kameradschaftsbundes Walchsee wurde die heurige Landeswallfahrt mit Bezirksfest im Kaiserwinkl ausgetragen. 65 Abordnungen aus Tirol und Bayern rückten in stattlicher Anzahl dabei aus.
Auf dem Fischerangerl in Walchsee zelebrierte Pfarrer Thomas Bergner die heilige Messe, anschließend legten die Mitglieder des Landesverbandes einen Kranz nieder, zu Ehren der gefallenen Soldaten der beiden Weltkriege.
Präsident der Tiroler Vereinigung, LR Johannes Tratter, erinnerte in seiner Festansprache an die Wallfahrt, die jeweils mit einer Bitte und einem Dank verbunden ist. Sein Dank galt dafür, dass er in diesem Land leben darf
Ludwig Bieringer, Präsident des Bundesverbandes der Kameradschaft, hofft, dass man die Tradition in der Gegenwart beibehalten und für die Zukunft ausbauen kann. „Wir lassen uns oft vom Zeitgeist treiben. Beim Kameradschaftsbund ist das nicht so, wir leben die Traditionen“, erklärte der Salzburger.
Bürgermeister Dieter Wittlinger gab jedoch seiner Meinung Ausdruck, dass die Tradition zu wahren allein als Zielsetzung zu wenig sei. Denn Tradition werde als Weitergabe von Handlungsmustern, Überzeugungen und Glaubensvorstellungen bezeichnet. „Da wir in Europa jedoch vor ganz anderen politischen Herausforderungen stehen als zu Beginn und Ende des 2. Weltkrieges, sind Handlungsmuster von damals, überlieferte Überzeugungen und Glaubensvorstellungen heute nicht mehr zeitgemäß“, appellierte Wittlinger.
Nach der hl. Messe und der Übergabe der Fahnenbänder durch die Patinnen marschierten die Abordnungen vom Festplatz zur Tennishalle, wo das Bezirksfest mit Landeswallfahrt seinen geruhsamen Ausklang nahm. (be)