Flüchtlinge - Papst verurteilt Menschenhandel als „moderne Sklaverei“

Vatikanstadt (APA/dpa) - Papst Franziskus hat Menschenhandel als Art „moderner Sklaverei“ verurteilt. Offenbar habe man sich bereits daran g...

Vatikanstadt (APA/dpa) - Papst Franziskus hat Menschenhandel als Art „moderner Sklaverei“ verurteilt. Offenbar habe man sich bereits daran gewöhnt, dass jedes Jahr Tausende Männer, Frauen und Kinder als Arbeitskräfte ausgebeutet werden oder zu unschuldigen Opfern sexueller Ausbeutung und des Organhandels werden, beklagte das katholische Kirchenoberhaupt am Sonntag vor Gläubigen auf dem Petersplatz.

„Das ist schlimm, das ist grausam, das ist kriminell!“, sagte der Papst und wich damit vom eigentlich vorbereiteten Redetext ab. „Ich möchte erneut zum Einsatz aller aufrufen, damit diese fürchterliche Plage, eine Art moderner Sklaverei wirksam bekämpft wird.“

Das Phänomen des Menschenhandels sei bereits so verbreitet, dass die Öffentlichkeit es bereits als normales Phänomen betrachte. Er bat die Gläubigen, für die Bekehrung der Schlepper zu beten.

Der Argentinier nutzte den von den Vereinten Nationen ausgerufenen Internationalen Tag gegen Menschenhandel (30. Juli) für seinen Appell. Den Vereinten Nationen zufolge wurden zwischen 2012 und 2014 in 106 Ländern der Welt mehr als 63.000 Menschen als Opfer von Menschenhandel identifiziert. Der Großteil davon - etwa 70 Prozent - sind Frauen und Mädchen.