Messerstecher von Grafing in München vor Gericht

München (APA/AFP) - Der mutmaßliche Messerstecher von Grafing bei München muss sich seit Montag wegen Mordes und dreifachen Mordversuchs vor...

München (APA/AFP) - Der mutmaßliche Messerstecher von Grafing bei München muss sich seit Montag wegen Mordes und dreifachen Mordversuchs vor dem Landgericht München II verantworten. Der damals 27-Jährige aus Hessen soll am 10. Mai 2016 am S-Bahnhof Grafing wahllos auf Passanten eingestochen und dabei „Allahu Akbar“ (Allah ist groß) gerufen haben.

Ermittler bewerten die Bluttat gleichwohl nicht als islamistisches Attentat, weil der Mann vermutlich psychisch krank ist. Der Beschuldigte hatte nach seiner Festnahme vor dem Bahnhof einen verwirrten Eindruck gemacht und war deswegen in eine psychiatrische Klinik eingewiesen worden.

Ob die Tat des zuvor von Sozialhilfe lebenden arbeitslosen Tischlers überhaupt strafrechtlich geahndet werden kann oder ob der Mann wegen Schuldunfähigkeit dauerhaft in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht wird, muss nun das Gericht entscheiden. Das Urteil könnte bereits am Donnerstag kommender Woche ergehen.

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