Erler wandelt auf Ofners Spuren

Tirols Alexander Erler beeindruckt im Training mit Dominic Thiem und Sebastian Ofner.

Der 19-jährige Kufsteiner Alexander Erler trainiert wieder bei Wolfgang Thiem. Günter Bresnik schwärmt von der neuen Einstellung.
© gepa

Von Roman Stelzl

Innsbruck –Was Österreichs Tennis-Sensation Sebastian Ofner und Tirols Nachwuchs-Hoffnung Alexander Erler gemeinsam haben? Einen Trainer namens Wolfgang Thiem. Und einen Akademie-Leiter namens Günter Bresnik, der auf beide große Stücke hält. „Erler hat mich positiv überrascht. Er war früher genau so ein fauler Hund wie Ofner. Aber er hat sich komplett geändert, kommt pünktlich zum Training, arbeitet hart. Das gefällt mir“, erklärt der Trainer von Dominic Thiem über Erler, der heute beim ITF-Future in Innsbruck in der ersten Runde aufschlägt.

Der 19-jährige Kufsteiner war bereits im vergangenen Jahr bei Thiem und Bresnik im Leistungszentrum Südstadt, flog dann aber „aus allen Kadern“, wie es Onkel und Manager Markus Erler nennt. Erler wurde nicht mehr vom Verband (ÖTV) gefördert, war gut drei Monate weg. Dann kam die Rückkehr auf eigen­e Kosten. Und nun mausert sich der 1,94 Meter große Athlet, der auf Rang 1135 der Weltrangliste zu finden ist, mehr und mehr zum konstanten Spieler. Bresnik: „Dass er wieder zurückgekommen ist, hat mich überrascht. Aber das sind genau die Leute, die wir wollen. Früher ist er uns auf die Nerven gegangen mit seiner schlechten Trainingseinstellung. Aber die ist jetzt weg. Dinge, die normal sein sollten, sind bei ihm jetzt normal. Er ist spielerisch gut drauf, hat großes Potenzial. Das taugt mir an ihm.“

Erlers Trainingspartner ist, sofern es die Zeit mal zulässt, Top-Ten-Spieler Dominic Thiem. Und Sebastian Ofner. Der 21-jährige Steirer hatte 2016 noch das Future in Innsbruck gewonnen, war nicht in den Top 500. Nun stand er im Juli in Runde drei von Wim­bledon, vergangene Woche bei den Generali Open in Kitzbühel im Halbfinale, und ist die Nr. 127 der Welt. Ein rasanter Aufstieg, der auch Alexander Erler motivieren soll, der mit Ofner im April noch ein ITF-Future in der Türkei gewann. „Die Geschichte von Sebastian beflügelt ihn“, erklärt Markus Erler, „Er sieht, was möglich ist. Das gibt Auftrieb. Unter Wolfgang Thiem hat Alex sein Training wesentlich umgestellt. Aber der Weg nach vorne ist lange.“ Vielleicht beginnt er schon heute beim Turnier in Innsbruck.

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