Fünf junge Seeadler im Nationalpark Donau-Auen mit GPS unterwegs

Gänserndorf (APA) - WWF und Nationalpark Donau-Auen haben heuer fünf weiteren jungen Seeadlern kleine GPS-Sender-Rucksäcke verpasst, über di...

Gänserndorf (APA) - WWF und Nationalpark Donau-Auen haben heuer fünf weiteren jungen Seeadlern kleine GPS-Sender-Rucksäcke verpasst, über die mehrmals täglich der jeweilige Aufenthaltsort gefunkt wird. Die Besenderung liefere wichtige Erkenntnisse für den Greifvogelschutz, wurde in einer Aussendung zu dem Projekt betont. Von den fünf im Vorjahr derart ausgestatteten Jungvögeln seien vier noch am Leben.

„Durch die Besenderung können wir individuell kontrollieren, wo die noch ungeübten Seeadler umherstreifen, rasten und ihre Nahrung finden, und sie dadurch bestmöglich schützen“, erklärte WWF-Seeadler-Experte Christian Pichler. „Das Erlernen der Flug- und Jagdtechnik ist vor allem im dicht bewachsenen Auwald eine echte Herausforderung“, ergänzte Stefan Schneeweihs, im Nationalpark Donau-Auen zuständig für Artenschutz.

Erste Daten zeigen, dass die Vögel wohlauf sind und sich immer noch in der Nähe der elterlichen Horste aufhalten. In den nächsten Wochen werden sie sich aber großräumig auf Reviersuche machen, wobei sie Hunderte Kilometer überwinden können.

Wenn die Seeadler lange genug überleben, lassen die GPS-Daten unter anderem Rückschlüsse auf ihr Ansiedlungs- und Verpaarungsverhalten zu. Die Telemetrie leiste aber auch bei der Aufklärung illegaler Verfolgung der Tiere wichtige Dienste. Die Streifzüge der ein Jahr alten Adler sind unter www.wwf.at/seeadler-flugrouten zu beobachten.

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Hatte im Jahr 2001 erstmals nach der Ausrottung der imposanten Greifvögel wieder ein Paar in Österreich gebrütet, so seien es heuer bereits 30 Brutpaare, 25 davon in Niederösterreich. Dieser Fortpflanzungserfolg könne sich im internationalen Vergleich sehen lassen und werde auch durch die finanzielle Förderung von EU, Bund und Land Niederösterreich ermöglicht. „Mit Maßnahmen wie Gewässervernetzung und Uferrückbau in den Donau- und Marchauen tragen wir zur Lebensraumverbesserung bei, damit dieser erfreuliche Aufwärtstrend im Naturland Niederösterreich anhält“, sagte LHStv. Stephan Pernkopf (ÖVP).


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