Erdbeben in China - Zahl der Toten auf 19 gestiegen

Peking (APA/Reuters/dpa) - Nach dem schweren Erdbeben in Südwestchina ist die Zahl der Todesopfer nach offiziellen Angaben auf 19 gestiegen....

Peking (APA/Reuters/dpa) - Nach dem schweren Erdbeben in Südwestchina ist die Zahl der Todesopfer nach offiziellen Angaben auf 19 gestiegen. Darunter seien acht Touristen, teilte die Provinzregierung von Sichuan am Mittwoch mit. Mindestens 247 Menschen seien zudem verletzt worden. Im Außenministerium in Wien lagen zunächst keine Informationen vor, wonach Österreicher betroffen sein könnten.

Das Beben der Stärke 7,0 traf am Dienstagabend eine dünn besiedelte Bergregion in der Nähe eines beliebten Naturschutzgebiets. Mittlerweile wurden den Behörden zufolge 45.000 Touristen aus dem gefährdeten Gebiet in Sicherheit gebracht.

Wenige Stunden nach den Erdstößen bebte am Mittwoch in der Früh auch mehr als 2000 Kilometer entfernt in der nordwestchinesischen Region Xinjiang die Erde. Die Behörden sprachen von einer Stärke von 6,6. Das Epizentrum lag demnach rund 100 Kilometer vor der Grenze zu Kasachstan. Medienberichten zufolge gab es 32 Verletzte.

In Sichuan waren mehr als 1.200 Helfer und vier Hubschrauber im Einsatz. Außer seien Hunderte Soldaten und medizinisches Personal ins Erdbebengebiet entsandt worden, hieß es. 2008 bei einem Erdbeben der Stärke 8,0 in Wenchuan, das nur rund 200 Kilometer von Jiuzhaigou liegt, mehr als 80.000 Menschen ums Leben gekommen.

TT-ePaper gratis lesen

Die Zeitung ab sofort bis auf Weiteres kostenlos digital abrufen

TT E-PaperTT E-Paper

Die Region liegt an der Südwestspitze des Qinghai-Tibet-Hochplateaus und gilt als eine der erdbebenaktivsten Gegenden Chinas. Im April 2013 waren bei einem Erdbeben in Lushan rund 360 Kilometer südlich von Jiuzhaigou 196 Menschen ums Leben gekommen.

( 0798-17; 88 x 55 mm)


Kommentieren