Wiener Börse (Eröffnung) - ATX im Frühhandel schwächer

Wien (APA) - Die Wiener Börse hat sich am Donnerstag im Frühhandel schwächer präsentiert. Der ATX wurde gegen 9.45 Uhr mit 3.215,79 Punkten ...

Wien (APA) - Die Wiener Börse hat sich am Donnerstag im Frühhandel schwächer präsentiert. Der ATX wurde gegen 9.45 Uhr mit 3.215,79 Punkten nach 3.238,59 Einheiten am Mittwoch errechnet, das ist ein Minus von 22,8 Punkten bzw. 0,70 Prozent.

Das Interesse der Anleger richtete sich heute in Wien vor allem auf neue Zahlenvorlagen. Besonders ins Auge stachen die Ergebnisse der OMV. Der Öl- und Gaskonzern hat im 2. Quartal zwar sein um Lagerhaltungseffekte bereinigtes operatives Ergebnis (CCS) vor Sondereffekten auf 662 Mio. Euro verdoppelt. Allerdings schlug der Verkauf der OMV Petrol Ofisi negativ zu Buche. Unterm Strich stand ein Minus von rund 1 Mrd. Euro. Die Zahlen bescherten den Aktien ein Minus von 2,56 Prozent auf 47,99 Euro.

Für die Post-Titel ging es nach Zahlen ebenfalls um 1,91 Prozent auf 38,87 Euro bergab. Im ersten Halbjahr 2017 hat das Unternehmen sein Ergebnis gesteigert, jedoch ging der Umsatz infolge des Verkaufs des deutschen Paketdiensts trans-o-flex um 11 Prozent zurück. Das Vorsteuerergebnis (EBT) legte um 4 Prozent auf 102,1 Mio. Euro zu.

Dagegen legten die Papiere der Raiffeisen Bank International (RBI) um 1,56 Prozent auf 25,66 Euro zu. Bei der Bank geht es beim Abbau der Kreditrisiken schneller voran als von der RBI selbst erwartet. Zur Jahresmitte 2017 lag der Anteil der notleidenden Kredite an den gesamten Krediten (NPL-Quote) bei 7,3 Prozent. Damit wurde das Ziel von rund 8 Prozent frühzeitig erreicht. In der RBI rechnet man deshalb mit mittelfristig weiter rückläufigen NPL-Quoten. Für einen Börsengang der polnischen Tochter Polbank in Warschau will die RBI 2018 einen neuen Anlauf nehmen.

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Die Polytec hat zudem von der guten Autokonjunktur profitiert und im Halbjahr einen Gewinn von 22,6 Mio. Euro erzielt, das entspricht einem Plus von 74,2 Prozent. Die Analysten der Baader Bank sprachen von sehr starken Quartalszahlen und erachten den unveränderten Ausblick des Unternehmens für das Gesamtjahr als zu konservativ. Die Aktien kletterten um 2,84 Prozent auf 16,63 Euro nach oben.

Abseits der Berichtssaison gab die Strabag bekannt, in der Krakauer Innenstadt einen aus fünf Gebäuden bestehenden Komplex von Bürotürmen fertigzubauen. Das Auftragsvolumen beträgt 89 Mio. Euro. Strabag-Aktien verloren 1,70 Prozent auf 36,66 Euro.

International bleibt der Konflikt zwischen den USA und Nordkorea das marktbeherrschende Thema. Die Anleger stufen eine potenzielle Auseinandersetzung zwischen Nordkorea und den USA immer noch als großes Risiko ein, hieß es aus dem Handel. Dementsprechend ging es an den Börsen in Asien heute weiter bergab, die Wall Street konnte am Mittwoch anfängliche Verluste jedoch im Verlauf etwas eingrenzen.

Der ATX Prime notierte bei 1.618,25 Zählern und damit um 0,64 Prozent oder 10,44 Punkte tiefer. Im prime market zeigten sich zehn Titel mit höheren Kursen, 25 mit tieferen und drei unverändert. In einer Aktie kam es bisher zu keiner Kursbildung. Bis 9.45 Uhr wurden im prime market insgesamt 422.986 (Vortag: 802.280) Stück Aktien in Einfachzählung mit einem Kurswert von 9,58 (12,47) Mio. Euro (Doppelzählung) gehandelt.

~ ISIN AT0000999982 ~ APA108 2017-08-10/10:01


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