Im Urlaub Seelsorger und Zauberer zugleich

Von Walter Zwicknagl...

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Von Walter Zwicknagl

Schwaz –Nicht nur sein Fahrrad hat der evangelische Pfarrer Dietrich Hoof-Greve aus dem Kirchenkreis Siegen in Westfalen im Auto, wenn er zur Urlaubsvertretung nach Tirol aufbricht. Auch zwei Zauberkisten hat der Studentenpfarrer, der an der Universität Siegen wirkt, dabei, wenn er seinem Kollegen Pfarrer Meinhardt von Gierke von der evangelischen Pfarrgemeinde Jenbach urlaubsbedingt unter die Arme greift. Und so ist er für drei Wochen im Gemeindezentrum in Schwaz stationiert. Und dort erleben Interessierte heute ab 19.30 Uhr einen Zauberabend, der es in sich hat. „Das ist nicht mein erster Auftritt in Tirol, bei dem Geldscheine und Tücher verschwinden“, lacht der 55-jährige Theologe und Zauberer, der einiges auch beim österreichischen Magierkongress gelernt hat. „Die Leute sollen einfach staunen und lachen“, sagt Zauberer Pikkus.

„Ein Jahr habe ich an der Erlöserkirche in Jerusalem als Vikar gewirkt. Und da war unter den Studenten ein Zauberer, der mich verblüffte, aber seine Geheimnisse nicht verriet. Und so habe ich die Zaubere­i eben selbst erlernt. Für mich ist das eine spannende Kommunikationsart“, betont Hoof-Greve, der in der Urlaubszeit für Gottesdienste in Wattens und Jenbach verantwortlich ist. „Ohne Lektoren und Urlaubsseelsorger würde es für mich keinen Urlaub geben“, betont Pfarrer Meinhardt von Gierke.

„Daheim gibt es zwischen 30 bis 35 Auftritte im Jahr. Neueren Datums sind auch Auftritte als Comedy-Kellner“, lacht der evangelische Pfarrer. 100 Zuschauer konnte er schon im Jahr 2011 bei seiner einstündigen Show in Schwaz begeistern, heute sollen es vielleicht mehr sein. An seinen ersten Auftritt bei einem Flohmarkt in Siegen erinnert er sich noch genau. „Da stand ich mit einem Kumpel in einer Ecke. Und es hat den Leuten auf Anhieb gefallen“, erzählt Zauberer Pikkus.


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