Verteidiger zweifelt an Tatablauf: “Er hat keine drei Hände“

Der Anwalt eines Italieners, der im April eine 19-Jährige auf der Toilette eines Lokals in den Innsbrucker Bögen vergewaltigt haben soll, zweifelt am angeklagten Tatablauf. „Bei praxisnaher Betrachtung kann ich zu diesem Fall gleich drei Komponenten einfach nicht nachvollziehen“, sagt Rechtsanwalt Alexander Doerge.

Symbolbild.
© APA

Von Reinhard Fellner

Innsbruck –Im April ereigneten sich in der Damentoilette eines Bogenlokals frühmorgens Szenen, die letzte Woche zur Anklage gegen einen 29-Jährigen wegen Vergewaltigung führten. Demnach hatte eine 19-Jährige die Damentoi­lette betreten, in der sich der Italiener befand. Dabei soll die Frau zu Boden gebracht und vergewaltigt worden sein. Dabei soll sich das Opfer heftig gewehrt haben. Der Angeklagte, selbst Kellner eines Szene-Lokals, soll der 19-Jährigen jedoch laut Staatsanwaltschaft „den Mund zugehalten und deren Kopf gleich mehrfach gegen den Boden geschlagen haben“. Erst als die Freundin der Frau an die Toilettentüre klopfte, habe der Italiener diese geöffnet, um das Lokal zu verlassen. Der Versuch endete jedoch mit Prügel durch Lokalgäste und einer Verhaftung.

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