Indizien, aber kein Beweis zu Raubüberfall

Im Jänner sorgte ein Raubüberfall auf eine Innsbrucker Spielhalle für Aufsehen. Drei Maskierte waren mit Pistolen in das Lokal gestürmt und ...

Symbolbild.
© Thomas Böhm

Im Jänner sorgte ein Raubüberfall auf eine Innsbrucker Spielhalle für Aufsehen. Drei Maskierte waren mit Pistolen in das Lokal gestürmt und mit 12.835 Euro spurlos verschwunden. Gestern am Landesgericht war jedoch nur ein Gast der Beihilfe zum Raub angeklagt. Der 25-Jährige sollte nämlich die gesicherte Tür zum Spiellokal von innen geöffnet und somit den Überfall erst ermöglicht haben. Genau gesehen hatte jedoch keiner der Zeugen, wer die Tür geöffnet hatte und ob sie überhaupt geöffnet wurde. Die Videokamera war am Tattag ausgeschaltet. Trotzdem wurde der Gast aufgrund von DNA an Zigarettenstummeln und einem Plastikbecher am Spielautomaten angeklagt. Der bereits Vorbestrafte war der letzte Gast im Lokal, hatte sich auffällig verhalten und hatte zur Tatzeit hohe Schulden. Umstände, die auf eine Komplizenschaft hindeuten könnten. Der Angeklagte bekannte sich nicht schuldig und wollte weder die Täter kennen, noch wissen, wann sie ins Lokal stürmten. Dass er der Tat verdächtige Personen kannte, wurde jedoch ermittelt. Dennoch konnten die „Komplizen“ nicht überführt werden. Zur Einvernahme eines Zeugen wurde vertagt.

Ein völlig eskalierter Streit unter Wohnungsnachbarn endete mit fünf Monaten bedingter Haft und 3000 Euro Geldstrafe. Ein Pensionist hatte sich im Zank um boshaftes Umverteilen von Werbezusendungen zu einer gefährlichen Drohung und Nötigung im Hausgang hinreißen lassen. (med, fell)

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