Europas Leitbörsen schließen erneut in der Verlustzone

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen sind am Freitag erneut mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 verlor...

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen sind am Freitag erneut mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 verlor 0,79 Prozent auf 3.406,34 Zähler.

Das Hauptthema des Tages dürften die anhaltenden politischen Spannungen zwischen Nordkorea und den USA gewesen sein. Dabei lag heute besonderes die Rhetorik des US-Präsidenten Donald Trump im Mittelpunkt. Dieser hatte kürzlich erklärt, die USA seien für einen Verteidigungsschlag bereit, sollte sich der nordkoreanische Diktator Kim Jong-un entscheiden, den US-Stützpunkt auf Guam anzugreifen. Investoren dürften daraufhin weiter auf „sichere Anlagehäfen“ wie Anleihen, Gold, Schweizer Franken und den japanischen Yen gesetzt haben.

Daneben konnten europäische Konjunkturdatenveröffentlichungen aus Deutschland und Frankreich am Vormittag wenige Impulse setzen. Etwas später wurden auch US-Inflationszahlen für den Juli bekannt. Die Verbraucherpreise erhöhten sich in den Vereinigten Staaten zum Vorjahresmonat um 1,7 Prozent. Volkswirte hatten mit einer Rate von 1,8 Prozent gerechnet. Die am Markt viel beachtete Kernrate der Jahresinflation, die Energie- und Lebensmittelpreise außen vor lässt, verharrte wie erwartet bei 1,7 Prozent

Aus Branchensicht verzeichneten Rohstoff- und Ölwerte die größten Verluste. Ebenfalls im Minus präsentierten sich sowohl der Bank- als auch der Versicherungssektor.

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Unter den Einzelwerten kamen die Wertpapiere der Deutsche Bank nach negativen Analystenkommentaren unter Druck. Die Aktien erholten sich jedoch im Verlauf des Tages und schlossen bei minus 1,39 Prozent.

Auch die in Frankfurt notierten Titel von Innogy rückten ins Zentrum. Die Probleme im britischen Vertriebsgeschäft haben die RWE-Ökostromtochter im ersten Halbjahr belastet. Die Wertpapiere von Innogy reduzierten sich um 1,80 Prozent.

Die in London notierten Titel des Elektronik- und Telekommunikationskonzern Dixons Carphone schlossen mit einem klaren Minus von 7,15 Prozent in der Verlustzone. Zuvor hatte die französische BNP Paribas die Wertpapiere des Unternehmens heruntergestuft.

Zuletzt verabschiedeten sich die in Kopenhagen notierten Wertpapiere von Novozymes mit einem Plus von 1,16 Prozent aus dem Handel. Das Biotechnologieunternehmen hatte im zweiten Quartal weniger verdient als Experten zuvor prognostiziert hatten. Die Aktien drehten jedoch im Verlauf des Nachmittages ins Plus.

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Index Änderung Änderung Zuletzt

Punkte Prozent Wien ATX 3.162,47 -35,99 -1,13 3.198,46 Frankfurt DAX 12.014,06 -0,24 -0,00 12.014,30 London FT-SE-100 7.309,96 -79,98 -1,08 7.389,94 Paris CAC-40 5.060,92 -54,31 -1,06 5.115,23 Zürich SPI 10.112,23 -75,30 -0,74 10.187,53 Mailand FTSEMIB 21.354,02 -327,59 -1,51 21.681,61 Madrid IBEX-35 10.282,90 -167,10 -1,60 10.450,00 Amsterdam AEX 516,97 -6,66 -1,27 523,63 Brüssel BEL-20 3.866,47 -38,46 -0,98 3.904,93 Stockholm SX Gesamt 1.538,96 -15,79 -1,02 1.554,75 Europa Euro-Stoxx-5 3.406,34 -27,20 -0,79 3.433,54

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Euro-Stoxx 370,38 -3,21 -0,86 373,59 ~

~ ISIN EU0009658145 ~ APA452 2017-08-11/18:16


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