Fipronil: Lebensmittelindustrie gegen weitere Herkunftsangaben

Die Geschäftsführerin des Fachverbandes der Lebensmittelindustrie ist gegen verschiedene Vorschläge zur Herkungsangabe.

Symbolbild.
© dpa

Wien – Katharina Koßdorff, Geschäftsführerin des Fachverbandes der Lebensmittelindustrie, hat sich am Sonntag gegen verschiedene Vorschläge zur Herkunftsangabe anlässlich des Fipronil-Skandals ausgesprochen. „Eine umfassende Kennzeichnungspflicht wie bei Schaleneiern auch für verarbeitete Eier einzuführen, würde die Lebensmittelsicherheit freilich nicht substanziell verbessern.“

Viel entscheidender sei, dass die Vielzahl bestehender Regeln für die Sicherheit von Lebensmitteln von allen Partnern in der Lebensmittelkette - auch der Landwirtschaft - eingehalten und kontrolliert werden und dass das EU-Schnellwarnsystem (RASFF) von den Behörden effektiv angewendet wird. Zwangsangaben von Herkunftsländern per se könne die sichere Produktion in der Landwirtschaft und der Weiterverarbeitung keinesfalls ersetzen.

Grundsätzlich sei die Deklaration von Lebensmitteln EU-Recht und somit nur im europäischen Gleichklang zu ändern. Eine „Vorreiterrolle“ einzelner Länder hätte laut Koßdorff unweigerlich höhere Kosten und somit Wettbewerbsnachteile für die heimischen Hersteller zur Folge. Gerade die heimischen Landwirte hätten beim Alleingang Österreichs bei der Käfighaltung erlebt, dass der Markt solche vorgezogenen Leistungen nicht honoriert. (APA)

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