Ronaldo-Show im Supercup mit Folgen: fünf Spiele Sperre

Traumtor, Ausschluss, Schiri-Rempler: Cristiano Ronaldo erlebte beim 3:1-Sieg gegen Barcelona am Sonntagabend ein Wechselbad der Gefühle.

Die Schlagzeilen nach dem ersten Clasico der Saison gehörten einmal mehr Cristiano Ronaldo.
© AFP

Barcelona - Es vergeht kaum ein Tag, an dem Weltfußballer Cristiano Ronaldo keine Schlagzeilen macht: Erst die Steueraffäre, dann Gerüchte um einen Abschied von Real Madrid - und nun am Sonntagabend beim 3:1-Hinspiel-Sieg im spanischen Supercup in Barcelona ein Traumtor und ein Gelb-Rot-Ausschluss innerhalb von zwei Minuten.

Die Cristiano-Ronaldo-Show im Camp Nou dauerte keine 25 Minuten, aber sie hatte es in sich: Unter Buh-Rufen und Pfiffen war der portugiesische Real-Superstar in der 58. Minute eingewechselt worden. Es folgten der sehenswerte Treffer (80.), die mit Gelb bestrafte Zur-Schau-Stellung seines nackten Oberkörpers, eine umstrittene Schwalbe im Strafraum, der daraus resultierende Platzverweis und schließlich ein Frust-Schubser gegen Schiedsrichter Ricardo de Burgos Bengoetxea (82.).

Der kurze aber intensive Auftritt des 32-Jährigen wurde mit einer längeren Sperre bestraft. Fünf Spiele lang muss Ronaldo zuschauen. Der Portugiese hätte laut Regelwerk wegen „leichter Gewalt gegen einen Unparteiischen“ bis zu zwölf Spiele gesperrt werden können und kam somit noch relativ glimpflich davon.

Nach dem Platzverweis ließ sich Ronaldo zu einem Schubser gegen den Unaprteiischen hinreißen.
© AFP

Ronaldo werde wegen der Gelb-Roten Karte in der Partie um den spanischen Supercup für eine Partie gesperrt, wegen der Handgreiflichkeit für weitere vier, schreibt die Sportzeitung „AS“. Real Madrid wolle zumindest gegen die Sperre wegen des Platzverweises Berufung einlegen, hieß es.

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Auch Coach Zinedine Zidane unterstützte seinen Superstar. „Ich bin wütend, dass Cristiano Ronaldo vom Platz geschickt wurde“, erklärte der Franzose nach dem Spiel gegen die Katalanen. „Vielleicht war es wirklich kein Elfmeter, aber ihm die Rote Karte zu zeigen war einfach lächerlich.“

Die „Königlichen“ fühlen sich jedenfalls ungerecht behandelt - und das nicht zum ersten Mal, wie die Sportzeitung „Marca“ am Montag schrieb. „Real Madrid glaubt, dass es kein Zufall sein kann, dass Zidanes Team in den jüngsten fünf Clasicos immer mit einem Mann weniger auf dem Platz stand“, schrieb das Blatt. Aber der Ausschluss Ronaldos durch den 31-jährigen Unparteiischen aus dem Baskenland „toppt nach Meinung der Mannschaft wirklich alles bisher Dagewesene“.

Es war nicht die einzige umstrittene Entscheidung der Partie. Auch der von einem mutmaßlichen Foul an Barca-Stürmer Luis Suarez provozierte und von Lionel Messi verwandelte Elfmeter zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich in der 77. Minute sorgte für Wirbel. „Das war absolut kein Foulelfmeter“, betonte Ramos, der den spektakulären Sturz von Suarez aus nächster Nähe verfolgt hatte.

Trotz allen Ärgers ist die Ausgangslage für Real bestens, um am Mittwoch bereits den zweiten Titel der neuen Saison einzufahren. In der Vorwoche hatte der Champions-League-Sieger schon den UEFA-Supercup mit einem 2:1-Erfolg in Skopje gegen Europa-League-Gewinner Manchester United für sich entschieden. (APA)


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