Wüste Drohungen über Facebook

Prozess am Innsbrucker Landesgericht wurde vertagt. Die Angeklagte bestritt die Tat.

(Symbolfoto)
© TT/Thomas Böhm

Innsbruck –Weil sie die Freundin einer Bekannten über das Internet bedroht und belästigt haben soll, stand eine 48-Jährige gestern vor dem Innsbrucker Landesgericht. Die Frau, für sie gilt die Unschuldsvermutung, bekannte sich zu den Vorwürfen nicht schuldig. Letztlich musste der Prozess gestern vertagt werden.

Über mehrere Monate hinweg soll die 48-Jährige, so der Vorwurf der Staatsanwaltschaft, der Frau Drohungen zugeschickt haben. Ähnlich wie zuvor ihrer Bekannten. Auch mehrere Anrufe soll es gegeben haben. Die Angeklagte und das Opfer kannten sich jedenfalls nicht. Die Nachrichten wurden nicht nur über das vermeintliche Profil der Angeklagten, sondern auch über andere, wohl gefälschte Konten versandt. Die 48-Jährige bestritt die Anschuldigungen gestern vor Gericht und erklärte, dass ihr Facebookprofil zu der Zeit der Drohungen wohl gehackt worden war.

Bei den Anrufen wurd­e nicht gesprochen, die Nummer war stets unterdrückt. Die Drohungen selbst zogen sich über mehrere Monate hin und waren im Wiener Dialekt verfasst.

Zur weiteren Beweisaufnahme wurde die Verhandlung gestern dann auf unbestimmte Zeit vertagt. So soll herausgefunden werden, von welchem Computer die Nachrichten stammen, indem die IP-Adresse über Facebook angefordert wird. Außerdem sollen die an die Nachrichten angehängten Word-Dateien einem EDV-Gutachten unterzogen werden. (med)

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