Afghanisches Militär: Von Extremisten erobertes Dorf zurückgewonnen

Kabul (APA/AFP) - Die afghanische Armee hat nach eigenen Angaben ein Dorf im Norden des Landes zurückerobert, das Anfang August gewaltsam vo...

Kabul (APA/AFP) - Die afghanische Armee hat nach eigenen Angaben ein Dorf im Norden des Landes zurückerobert, das Anfang August gewaltsam von Jihadisten eingenommen worden war. Nach mehrtägigen Kämpfen sei das Dorf Mirzawalang wieder in den Händen der Regierungstruppen, sagte ein Militärsprecher am Dienstag. Bei den Kämpfen seien mindestens 50 Aufständische getötet worden.

Es wird erwartet, dass die Truppen jetzt nach Massengräbern suchen. Familien und lokale Behörden hatten angegeben, dass etwa 50 Dorfbewohner von Kämpfern der radikalislamischen Taliban sowie der Jihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) erschossen oder enthauptet worden seien.

Die Getöteten gehörten demnach größtenteils zur bei den sunnitischen Taliban verhassten schiitischen Hazara-Minderheit. Vergangene Woche waren 235 Geiseln aus dem Dorf freigekommen und hatten von zahlreichen Gräueltaten der beiden Islamistengruppen berichtet, die das Dorf gemeinsam eingenommen haben sollen.

Die Taliban hatten ihrerseits die Einnahme des Dorfes bestätigt, dementierten aber, für den Tod von Zivilisten verantwortlich zu sein. Nach Einschätzung von Sicherheitsexperten haben sich die einstmals verfeindeten Extremistengruppen IS und Taliban in einigen Gebieten zusammengeschlossen, um die afghanische Armee zu bekämpfen.

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