US-Börsen starten wenig verändert, Dow knapp im Plus

New York (APA) - Trotz erfreulicher Konjunkturdaten und einer leichten Entspannung im Konflikt zwischen Nordkorea und den USA haben die US-B...

New York (APA) - Trotz erfreulicher Konjunkturdaten und einer leichten Entspannung im Konflikt zwischen Nordkorea und den USA haben die US-Börsen am Dienstag keine einheitliche Richtung gefunden. Die Kursbewegungen blieben jedoch minimal. Gegen 15.50 Uhr gewann der Dow Jones Industrial Index hauchdünne 5,48 Einheiten oder 0,02 Prozent auf 21.999,19 Zähler.

Der S&P-500 Index verlor dagegen leicht um 0,88 Punkte oder 0,04 Prozent auf 2.464,96 Zähler. Der Nasdaq Composite Index fiel um 9,39 Punkte oder 0,15 Prozent auf 6.330,84 Einheiten.

Im Juli sind die US-Einzelhandelsumsätze deutlich stärker als erwartet. Sie kletterten um 0,6 Prozent zum Vormonat nach oben, Bankvolkswirte hatten lediglich mit einem Anstieg um 0,3 Prozent gerechnet. Ebenfalls deutlich stärker als erwartet hellte sich im August die Stimmung in der Industrie im Bundesstaat New York auf, wie der Blick auf den Empire-State-Index zeigte. Das Barometer stieg um 15,4 Punkte auf 25,2 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit September 2014. Weiters hat sich der Anstieg der Importpreise im Juli 1,5 Prozent im Jahresvergleich wie erwartet stabil gezeigt.

Im Konflikt mit Nordkorea gibt es indessen Hinweise auf eine leichte Entspannung. Nordkoreas Machthaber Kim-Jong-Un hat seine Pläne für einen Angriff auf die US-Pazifikinsel Guam vorerst zurückgestellt. Experten werten dies als Versuch, die angespannte Sicherheitslage auf der koreanischen Halbinsel zu entschärfen. „Händler sind beim Kauf von Aktien nun wieder etwas zuversichtlicher“, schrieb Marktexperte David Madden von CMC Markets.

Unternehmensseitig rückten die Quartalszahlen des Baumarktkonzerns Home Depot in den Fokus. Das Unternehmen hob nach einem starken zweiten Quartal zum zweiten Mal in diesem Jahr die Prognose für das Gesamtjahr an. Auf vergleichbarer Basis rechnet Home Depot für 2017 mit einer der Umsatzsteigerung um 5,5 Prozent, der Gewinn je Aktie dürfte auf 7,29 US-Dollar zulegen. Dies ist mehr als Analysten im Schnitt erwarten. Die Papiere starteten dennoch um 1,02 Prozent schwächer in den Handel, allerdings war es in den vergangenen Wochen für die Aktie gut gelaufen.

Auch die Titel der Luxuskaufhauskette Coach büßten nach Quartalszahlen satte 13 Prozent ein. Das Unternehmen hat im vierten Geschäftsquartal weniger umgesetzt als im Vorjahreszeitraum.

Dagegen erhöhten sich Fiat Chrysler um moderate 0,16 Prozent. Bereits am Montag hatten Medienberichte über eine mögliche Übernahme Fiat Chryslers durch einen großen chinesischen Automobilhersteller den Aktienkurs um mehr als 8 Prozent nach oben getrieben. Der Analyst Adam James von Morgan Stanley hält eine solche Übernahme für durchaus möglich: Chinas Regierung habe die heimischen Hersteller ermuntert, ihre Präsenz auf den weltweiten Märkten auch durch Zukäufe zu stärken.

Dagegen sorgte ein möglicher Teilverkauf bei Teva Pharmaceuticals für Kursgewinne in Höhe von 0,52 Prozent. Kreisen zufolge erwägt das Unternehmen den Verkauf des europäischen Geschäfts mit Krebsmedikamenten und Schmerzmitteln.

~ ISIN US2605661048 US6311011026 US78378X1072 ~ APA240 2017-08-15/15:56


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