Deutschland will Athen bis zu 660 Mio. Euro Zinsgewinne zurückgeben

Berlin (APA/dpa) - Die deutsche Regierung ist grundsätzlich bereit, insgesamt 660 Mio. Euro an Zinsgewinnen an Griechenland auszuzahlen, wen...

Berlin (APA/dpa) - Die deutsche Regierung ist grundsätzlich bereit, insgesamt 660 Mio. Euro an Zinsgewinnen an Griechenland auszuzahlen, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Bisher seien im Haushalt für das laufende Jahr 243 Mio. Euro eingestellt und für das kommende Jahr 416,7 Mio. Euro, wie das deutsche Finanzministerium am Dienstag in Berlin mitteilte.

Beide Titel seien aber noch gesperrt. Zuerst hatte die „Bild“-Zeitung (Dienstag) darüber berichtet. Die Eurogruppe hatte sich im Mai 2016 auf „mögliche schuldenerleichternde Maßnahmen für Griechenland“ verständigt und dies Mitte Juni 2017 bekräftigt. Darüber soll aber erst endgültig 2018 entschieden werden, wenn Griechenland das aktuelle, dritte Programm des Europäischen Stabilitätsmechanismus‘ (ESM) und die geforderten Reformen erfolgreich umgesetzt habe und dann auch tatsächlich diese Hilfen benötige.

Beide Beträge seien also nur vorsorglich im Haushalt eingestellt. Eine Auszahlung bedarf weiterer Beschlüsse am Ende des aktuellen ESM-Programms, unterstrich das Finanzministerium. Die Höhe der denkbaren Zahlung sei aus dem nationalen Anteil der rechnerischen Gewinne der Europäischen Zentralbank (EZB) aus den Geschäften mit griechischen Staatsanleihen ermittelt worden.

TT-ePaper gratis testen und 2 VIP-Tickets für das Electric Love Festival gewinnen

Electric Love Festival

Kommentieren