Unnötige Pleite für Young Boys: „Eine Aktion hat uns getötet“

Gegen den ZSKA Moskau war die Elf von Trainer Adi Hütter 90 Minuten klar überlegen. Ein Eigentor in der Nachspielzeit sorgte für Fassungslosigkeit.

Der ZSKA Moskau konnte nach dem späten Eigentor der Young Boys sein Glück kaum fassen.
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Bern - Die Young Boys Bern haben nach der 0:1-Heimniederlage am Dienstagabend gegen ZSKA Moskau schlechte Karten im Rennen um einen Platz in der Champions League. Der Schweizer Club des Vorarlberger Trainers Adi Hütter unterlag im Duell der Vizemeister durch ein Eigentor von Verteidiger Kasim Nuhu, der in der 91. Minute mit einer Kopfballrückgabe seinen Tormann David von Ballmoos überraschte.

„Eine Aktion hat uns quasi getötet“, betonte Mittelfeldspieler Leonardo Bertone unmittelbar nach dem Schlusspfiff der Partie, die ÖFB-Legionär Thorsten Schick von der Ersatzbank aus miterlebte. Dabei hatte der 22-jährige Ghanaer Nuhu bis zu seinem folgenschweren Schnitzer „ein starkes Spiel“ vor 20.003 Zuschauern im Stade de Suisse gezeigt, wie der 34-jährige Young-Boys-Kapitän Steve von Bergen anmerkte.

„Wir sind fassungslos und enttäuscht. Das Ergebnis stimmt mit der Leistung überhaupt nicht überein. Wir haben ein gutes Spiel gemacht und viel Druck erzeugt, nur die letzte Minute hätten wir uns sparen können“, lautete der treffende Kommentar von Hütter. „Das Tor war wirklich sehr unglücklich. Mit einer besseren Abstimmung hätte dieses aber verhindert werden können.“

Trotzdem glauben die Berner weiter an ihre Chance, nachdem sie das Heimspiel klar bestimmt haben, wie das Schussverhältnis von 22:11 (6:1 aufs Tor) und jenes der Eckbälle mit 11:0 klar beweisen. Doch ZSKA-Tormann Igor Akinfejew machte mit einem unglaublichen Reflex gegen Guillaume Hoarau in der 79. Minute die allerbeste Chance der Gastgeber zunichte. „Im Rückspiel müssen wir effizienter werden“, forderte Bertone deshalb mit Blick auf die Partie am kommenden Mittwoch in Moskau. „Dann wird es nochmals spannend.“ (APA)


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