Camping-Bande mit 300.000 Euro Beute

Den Campingwagen einer Albanerin hatten zwei Landsmänner als ideale Tarnung für ihre Einbruchstouren benutzt. Laut Anklage der Staatsanwalts...

Camping war Tarnung für Einbruchstouren.
© Symbolbild: Zbrodko

Den Campingwagen einer Albanerin hatten zwei Landsmänner als ideale Tarnung für ihre Einbruchstouren benutzt. Laut Anklage der Staatsanwaltschaft Innsbruck schon seit 2011. Seither zog es das Trio und weitere Komplizen von Campingplatz zu Campingplatz. Dort interessierte jedoch nicht die schöne Aussicht, sondern die Aussicht auf Beute in Liftstationen, Hotels und Wohnhäusern. In ganz Österreich und Bayern wurden die Berufseinbrecher fündig, nachdem sie zuvor die Gegend per Pkw ausgekundschaftet hatten. Lange ein unauffälliges und perfekt funktionierendes System, das zu einem Beuteschaden von über 300.000 Euro geführt hatte. Erst am letzten Stefanitag konnte die Bande in Zauchensee (Sbg) unweit des Campingplatzes auf frischer Tat ertappt werden. Etliche DNA-Treffer und Gespräche über in Mailand angemeldete Handys ergaben darauf eine hieb- und stichfeste Anklage. Vier sowie drei Jahre Haft ergingen am Landesgericht über die zwei Männer, eine teilbedingte Haftstrafe über die Campingwagenbesitzerin.

Zur Hälfte bedingte 5400 Euro ergingen über den Chef einer großen Sicherheitsfirma. Er hatte sich in einem Lokal ausnahmsweise selbst einmal als Türsteher versucht und war prompt in eine Schlägerei mit Betrunkenen geraten. Dabei wurde nicht nur er an der Hand, sondern vor allem sein Kontrahent schwer verletzt. (fell)


Schlagworte