NR-Wahl - Steirische ÖVP mit Gastronomin Krenn und Amon an der Spitze

Wien (APA) - Kleine Überraschungen auf der Landesliste der steirischen ÖVP für die Nationalratswahl am 15. Oktober: Erste ist die Gastronomi...

Wien (APA) - Kleine Überraschungen auf der Landesliste der steirischen ÖVP für die Nationalratswahl am 15. Oktober: Erste ist die Gastronomin Barbara Krenn, gefolgt vom Abgeordneten Werner Amon. Die Plätze drei und vier gehören der Wissenschaft mit TU-Professorin Juliane Bogner-Strauß und Ex-Meduni-Rektor Josef Smolle, so LH Hermann Schützenhöfer am Mittwoch. Fünfte ist Ex-Stronach-Mandatarin Kathrin Nachbaur.

Wenn die Wähler mittels Vorzugsstimmen nicht anders entscheiden, ist Amons Verbleib im Nationalrat damit fix, während Nachbaur nur eine kleine Chance hat. Denn bei der Wahl 2013 bekam die ÖVP in der Steiermark fünf Mandate - drei über die Regionalwahlkreise und zwei über die Landesliste.

Großes Lob Schützenhöfers gab es für die Spitzenkandidatin: Krenn, die frühere Bürgermeisterin des obersteirischen Pürgg-Trautenfels, sei „ein Mensch mit Herz und Seele, was ich mit ihr ausgemacht habe, hat gehalten. Sie ist die, damals wie heute, die bei den Wirten was durchbringt.“ Krenn, nach medizinischen Komplikationen auf einen Rollstuhl angewiesen, räumte ein: „Überlegt habe ich schon, aber die Erfahrung, die ich von der Basis, von der Unternehmerseite und als Bürgermeisterin mitbringe - ich wollte immer, dass solche Leute dabei sind, wenn Gesetze gemacht werden.“

Dass die stellvertretende Leiterin des Instituts für Biochemie der TU Graz, Bogner-Strauß (46) auf Platz drei steht, war Schützenhöfer „besonders wichtig“ - da die Steiermark mit 5,16 Prozent Forschungsquote den bisherigen EU-Spitzenreiter Baden-Württemberg überholt habe.

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Klubobmann Reinhold Lopatka ist zwar nur Sechster auf der Landesliste, dürfte aber über den Wahlkreis Oststeiermark - wo er Erster ist - sein Mandat behalten. „Es gab über ihn die eine oder andere Debatte, aber es gibt welche, die stehen in der Sonne, und es gibt welche, die müssen auch die Arbeit im Schatten machen“, merkte der Landeshauptmann zu Lopatka an.

Die Spitzenkandidaten der ÖVP in den Regionalwahlkreisen sind: Die Grazer Gemeinderätin Martina Kaufmann in Graz und Graz-Umgebung, Lopatka in der Oststeiermark, Amon in der Weststeiermark (wo es 2013 kein Mandat gab) und der Mauterner Bürgermeister Andreas Kühberger in der Obersteiermark.

„Ein gutes Team an Kandidatinnen und Kandidaten“ habe man damit, sagte Schützenhöfer, und wiederholte sein Mantra, dass man „den Tag nicht vor dem Abend loben darf. Die Momentaufnahme ist sehr gut, ich habe auch keine Schadenfreude.“ Für die ÖVP sei die „Stimmung so gut wie lange nicht, aber das muss erst in Stimmen umgewandelt werden“. Der Landeshauptmann hofft, dass die ÖVP in der Steiermark zulegt - gegenüber den fünf Mandaten 2013.

Und er machte klar, dass die Vorzugsstimmenergebnisse Vorrang haben: „Wer sich nicht daran hält, hat keinen Platz mehr bei uns“, stellte er überrundeten Mandataren die Rute ins Fenster. In der Steiermark musste jeder Kandidat eine entsprechende Erklärung unterschreiben. Sechs Prozent der ÖVP-Stimmen in einem Wahlkreis reichen für eine Vorreihung.

Das Durchschnittsalter der steirischen Kandidaten beträgt 39 Jahre, zuletzt waren es 46 Jahre. Der Frauenanteil ist gegenüber der letzten Nationalratswahl von 44 auf 54 Prozent gestiegen. Die jüngste Kandidatin ist 20 Jahre , der älteste 66 Jahre.


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