Frankfurter Börse

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Die Erholung am deutschen Aktienmarkt hat sich am Mittwoch fortgesetzt. Gestützt auch von Kursgewinnen an ...

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Die Erholung am deutschen Aktienmarkt hat sich am Mittwoch fortgesetzt. Gestützt auch von Kursgewinnen an den US-Börsen schloss der DAX mit einem Plus von 0,71 Prozent auf 12.263,86 Punkte und knüpfte so an seine Gewinne der vergangenen zwei Handelstage an.

Ebenfalls aufwärts ging es für die deutschen Nebenwerte-Indizes MDax mit plus 0,70 Prozent auf 24.965,19 Punkte und den Technologiewerte-Index TecDax mit plus 0,48 Prozent auf 2267,40 Zähler. Der SDax erreichte an diesem Tag sogar einen Rekordstand bei knapp unter 11.460 Punkten.

Die Börsen haben laut Experte Stanzl ihre Aufmerksamkeit wieder von geopolitischen Risiken wie dem Konflikt zwischen den USA und Nordkorea abgezogen und sich den Konjunkturdaten zugewandt. „Die besseren Einzelhandelsdaten aus den USA vom Vortag lassen die Anleger hoffen, dass die amerikanische Wirtschaft ihre Schwäche aus dem ersten Halbjahr überwunden hat.“

Auf Unternehmensseite blieben die Blicke auf die Zukunft der Fluggesellschaft Air Berlin gerichtet. Die Aussicht auf eine lukrative Übernahme von Teilen des insolventen Billigfliegers verhalf der am Vortag bereits angesprungenen Lufthansa-Aktie zu weiteren Gewinnen von 0,78 Prozent. Air Berlin hingegen verloren etwas mehr als ein Viertel an Wert, nachdem sie am Dienstag bereits über ein Drittel eingebüßt hatten.

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Zum Spitzenreiter im DAX avancierten im Handelsverlauf die RWE-Aktien mit einem Aufschlag von 2,88 Prozent. Bei zeitweise 20,355 Euro waren sie im Handelsverlauf auf den höchsten Stand seit Juli 2015 gestiegen. Kursgewinne von 2,09 Prozent bei Siemens wurden am Markt mit einem optimistischen Analystenkommentar des Bankhauses Metzler begründet. Die Aktien der Deutschen Post kletterten außerdem um 1,15 Prozent. Am Nachmittag hatten sie ihr Rekordhoch noch bis auf 35,575 Euro ausgebaut.

Deutliche Kursgewinne waren auch im Autozuliefersektor zu beobachten, wo Continental im DAX um 2,03 Prozent und Leoni im MDax um 1,51 Prozent stiegen. Am Markt wurde dies mit einer Studie der US-Bank JPMorgan begründet. Laut Analyst José Asumendi dürften Investoren Zulieferer auf kurze Sicht den Autobauern vorziehen. Hauptgrund sei der Trend hin zur Elektromobilität.

Außerdem bleibt es spannend bei Stada, da am heutigen Mittwoch die Annahmefrist für das nachgebesserte Angebot der Finanzinvestoren Bain und Cinven ausläuft. Die Aktien büßten moderate 0,14 Prozent ein. Das Übernahmeangebot war bis zur Mittagszeit für insgesamt etwas mehr als 29 Millionen Stada-Aktien angenommen worden, was einem Anteil von etwa 46,5 Prozent des Grundkapitals und der Stimmrechte des Generikaherstellers entspricht. Weil jedoch 63 Prozent benötigt werden, droht die Übernahme auch im zweiten Anlauf zu platzen.

Unter den Technologiewerten sprangen die Aktien von Evotec um 4,02 Prozent hoch. Das Biotech-Unternehmen korrigierte seine Jahresprognosen nach oben, nachdem es die Übernahme des US-Konkurrenten Aptuit abgeschlossen hat. Bei zeitweise mehr als 15 Euro Kurswert erreichten sie ein neues Hoch seit 2001. Außerdem profitierten Aixtron mit einem Kursgewinn von 1,67 Prozent von einem neuen Auftrag.

~ ISIN DE0008469008 ~ APA462 2017-08-16/18:22


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