Serbien erschwert den Verkauf von Agrarland an Ausländer

Belgrad (APA) - Serbien will den Verkauf von Agrarland an Ausländer bedeutend erschweren. Dadurch soll eigentlich eine volle Gleichstellung ...

Belgrad (APA) - Serbien will den Verkauf von Agrarland an Ausländer bedeutend erschweren. Dadurch soll eigentlich eine volle Gleichstellung der EU-Bürger mit den heimischen Bürgern, wenn es um den Erwerb von Agrarland geht, verhindert werden. Dem Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen (SAA) mit der EU, das seit September 2013 in Kraft ist, entsprechend, soll dies Anfang nächsten Monats geschehen.

Die Regierung hat laut Medienberichten vom Donnerstag dem Parlament nun eine Änderung des einschlägigen Gesetzes vorgeschlagen, das noch vor Monatsende verabschiedet werden soll. Diese sieht vor, dass Ausländer bzw. EU-Bürger das Agrarland nur unter bestimmten Bedingungen erwerben können. Erstens muss der potenzielle Käufer ein mindestens zehnjähriges Wohnrecht in der Gemeinde haben, in der das Agrarland liegt und dieses gegen oder ohne Entgeltung bereits seit drei Jahren bestellen, bevor es zum Erwerb kommt. Auch kann ein Ausländer bzw. EU-Bürger höchstens zwei Hektar Agrarland erwerben.

Die EU hatte das SAA mit Serbien 2008 unterzeichnet. Laut der Presseagentur Tanjug ist Serbien das einzige Land, das dadurch eine volle Liberalisierung im Hinblick auf das Agrarland noch vor seinem EU-Beitritt akzeptiert habe.

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