Fußball: Ein Kind der Austria: Prokop will Chance nutzen

Osijek (APA) - Seine Erfolgsbilanz der abgelaufenen Bundesliga-Saison hat Dominik Prokop bereits übertroffen. Ein Tor in 13 Einsätzen stande...

Osijek (APA) - Seine Erfolgsbilanz der abgelaufenen Bundesliga-Saison hat Dominik Prokop bereits übertroffen. Ein Tor in 13 Einsätzen standen zu Buche, in der noch jungen Spielzeit hält der 20-jährige Austrianer bei einem Treffer und zwei Assists. In Abwesenheit des langzeitverletzten Alexander Grünwald soll Prokop die dadurch entstandene Lücke im Mittelfeld der Violetten schließen.

Das Vertrauen seines Trainers hat Prokop. „Er hat darauf gedrängt zu spielen, es ist eine Riesensache für den Jungen“, meinte Thorsten Fink über seinen Schützling, dem er großes Potenzial bescheinigt: „Dominik kann ein richtig Guter werden. Ihm gehört die Zukunft.“

Einen bleibenden Eindruck hinterließ Prokop mit seiner Vorstellung im jüngsten Wiener Derby gegen Rapid. Beim 2:2 brachte der 1,71 Meter große Profi nach seiner Einwechslung die Wende, traf selbst und holte den Elfmeter zum Ausgleich heraus. Viel „positive Energie“ habe er daraus mitgenommen, meint Prokop rückblickend auf seine Vorstellung.

„Ich habe so trainiert, dass ich die Chance nun nutzen will. Aber ich will mir nicht zu viel Druck machen“, sagte der Dribblanski vor dem Europa-League-Auftritt in Osijek. Wieder den Sprung auf die europäische Bühne schaffen ist das Ziel der Austrianer. Dort konnte auch Prokop in der vergangenen Saison Erfahrung sammeln. Beim 3:3 gegen die AS Roma gelang ihm sogar ein Treffer.

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Bei der Austria hat man früh auf den Wiener gesetzt. Prokop spielt seit seinem achten Lebensjahr für die Veilchen, durchlief alle Akademie-Teams. 2013 spielte er mit Osman Hadzikic oder den mittlerweile abgewanderten Sascha Horvath (nun Dresden), Marko Kvasina (Enschede) oder Peter Michorl (LASK) als damals 16-Jähriger in der UEFA-Youth-League.

Mittlerweile hat sich Prokop, der Lionel Messi als Vorbild nennt, im Profi-Kader etabliert. Als Roi Kehat im vergangenen Sommer nach Israel zurückkehrte, wurde der Jungprofi als künftige Stammkraft weiter aufgebaut. Im Frühjahr verlängerte die Austria seinen Vertrag bis 2020. Auch in Österreichs U21-Auswahl ist Prokop bereits angekommen.

Prokops Stärken liegen sichtlich im Spiel nach vorne. Enge Dribblings zeichnen ihn aus, insgesamt erfüllt er die Tugenden eines klassischen Austria-Spielers. „Ich habe einen Spielstil, der zur Austria passt, habe alle Nachwuchsteams durchlaufen. Ich bin ein Kind der Austria“, wusste Prokop.

Nichtsdestotrotz hat der Absolvent des Ballsportgymnasiums Wien, einer Kooperationsschule der Austria, in seiner Entwicklung natürlich noch Luft nach oben. Die ehemaligen Austria-Stars nachgesagte Schwäche im Defensivverhalten trifft auch auf Prokop („Da muss ich mich verbessern“) zu, wie er selbst zugibt. Für Prokop wird der Herbst jedenfalls zur ersten echten Bewährungsprobe im violetten Trikot. Fink macht sich keine Sorgen: „Er hat alles, was es braucht.“


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