Europas Leitbörsen schließen mit Verlusten

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen sind am Donnerstag mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 fiel um 0,...

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen sind am Donnerstag mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 fiel um 0,65 Prozent auf 3.461,97 Zähler.

Weder positive Konjunkturdaten aus den USA noch endgültige Inflationsdaten konnten den europäischen Leitindizes Auftrieb verliehen. Viel mehr blickten Anleger vermehrt auf das Sitzungsprotokoll der Europäische Zentralbank (EZB).

So führte das kürzlich veröffentlichte Schriftstück über Sorgen eines anhaltend starken Euro zu einer Abwertung der Gemeinschaftswährung. Ratsmitglieder hatten zuvor das deutliche Kursplus seit Jahresbeginn zwar auch als Ausdruck verbesserter Konjunkturperspektiven im Euroraum bewertet, dennoch hieß es im Protokoll: „Sorgen über das Risiko wurden zum Ausdruck gebracht, dass der Wechselkurs in der Zukunft überschießen könnte.“

Der Euro hat seit Jahresanfang bis zu der Zinssitzung mehr als 11 Prozent zum Dollar zugelegt. Eine starke Gemeinschaftswährung macht Waren hiesiger Firmen auf dem Weltmarkt teurer und verschlechtert dadurch ihre Wettbewerbsfähigkeit.

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Folglich schlossen aufgrund der EZB-Äußerungen im Branchenvergleich besonders Bankwerte mit Abschlägen. Ebenfalls Verluste verzeichnete der Versicherungssektor.

Unter den Einzelwerten rückten die Wertpapiere des britischen Baumarktunternehmens Kingfisher ins Zentrum. Nach dem schwachen Jahresauftakt weiteten sich die Umsatzrückgänge noch aus. Die Wertpapiere des Konzerns schlossen in London mit minus 4,10 Prozent.

Mit einem Minus von 7,95 Prozent gingen die Wertpapiere von Vestas aus dem Handel. Der dänische Windanlagenbauer hat im zweiten Quartal weniger Turbinen gebaut und ausgeliefert als im Vorjahr. Umsatz und Ergebnis sanken daher deutlich.

Dagegen konnten die dänischen Aktien des Kommunikationstechnik-Konzerns Gn Store Nord mit einem Kursplus von 6,30 Prozent nach oben klettern. Das Unternehmen hatte zuvor bekanntgegeben Hörgeräte in den USA produzieren zu wollen.

Die ebenfalls in Kopenhagen notierten Titel von Novo Nordisk gewannen heute 2,10 Prozent. Der Insulinhersteller publizierte noch am Mittwochabend eine erfolgreiche Studie zu einem neuen Blutzucker-Medikament, welches auf wöchentlicher Basis verabreicht werden soll.

In Zürich verbüßten die Aktien des im Sanitärbereich tätigen Unternehmens Geberit ein Kursminus von 5,76 Prozent. Die jüngsten Zweitquartalszahlen fielen unter den Erwartungen der Experten aus.

Dagegen konnten die Schweizer Wertpapiere von Straumann mit satten 11,32 Prozent nach oben schießen. Das im Zahnmedizinbereich tätige Unternehmen hatte zuvor Halbjahreszahlen vorgelegt.

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Index Änderung Änderung Zuletzt

Punkte Prozent Wien ATX 3.218,67 -22,43 -0,69 3.241,10 Frankfurt DAX 12.203,46 -60,40 -0,49 12.263,86 London FT-SE-100 7.387,87 -45,16 -0,61 7.433,03 Paris CAC-40 5.146,85 -29,76 -0,57 5.176,61 Zürich SPI 10.201,31 -84,55 -0,82 10.285,86 Mailand FTSEMIB 21.788,86 -195,99 -0,89 21.984,85 Madrid IBEX-35 10.443,80 -100,50 -0,95 10.544,30 Amsterdam AEX 523,71 -2,18 -0,41 525,89 Brüssel BEL-20 3.943,74 -10,34 -0,26 3.954,08 Stockholm SX Gesamt 1.540,09 -12,07 -0,78 1.552,16 Europa Euro-Stoxx-5 3.461,97 -22,60 -0,65 3.484,57

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Euro-Stoxx 376,70 -2,05 -0,54 378,75 ~

~ ISIN EU0009658145 ~ APA446 2017-08-17/18:15


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