Knapp 2000 Autos in der Landeshauptstadt abgeschleppt

Innsbruck – Es ist ein teurer und vor allem ärgerlicher Spaß, der jetzt im Sommer nicht nur im städtischen Bereich Hochsaison hat: das Absch...

Abschleppen ist nicht gleich abschleppen: Je nachdem, ob von der Stadt oder privat beauftragt, variieren die Kosten.
© Michael Kristen

Innsbruck –Es ist ein teurer und vor allem ärgerlicher Spaß, der jetzt im Sommer nicht nur im städtischen Bereich Hochsaison hat: das Abschleppen falsch geparkter Autos. Allein in Innsbruck werden in einem Jahr rund 2000 Autos kostenpflichtig abgeschleppt, 1626 Autos waren es im Jahr 2016 in Innsbruck. Die Gebühren für das Abschleppen eines Pkw sind von Stadt zu Stadt verschieden. In Innsbruck sind es 254,40 Euro, die zu bezahlen sind. Was den Preis je nach Gegend mitunter in die Höhe treibt, sind die Verwaltungs- bzw. Polizeistrafen, das Protokoll und mitunter Sonderaufschläge – etwa wenn das Auto nachts oder an Sonn- bzw. Feiertagen abgeschleppt wird. Es spielt auch eine Rolle, wo falsch geparkt wird – etwas vor der Klinik, wo diese einen Dienst zum Abschleppen holt, oder sonstwo in der Stadt.

Am häufigsten wird, so Elmar Rizzoli vom Stadtmagistrat Innsbruck, wegen vorschriftswidrigem Parken auf Behindertenparkplätzen, gefolgt von Falschparken auf Taxiständen, abgeschleppt. Strafverfahren gibt es aber auch immer wieder wegen Parken in Haltestellen-Bereichen bzw. auch dem Abstellen von Autos ohne Kfz-Kennzeichen. Laut ÖAMTC sind die Abschleppraten an Wochenenden besonders hoch, betroffen sind nicht nur Touristen.

Besonders teuer wird es für Betroffene, wenn auf Landesstraßen abgeschleppt wird. Für das Entfernen von Fahrzeugen, die den Verkehr behindern, sind auf Grund einer EU-weiten Ausschreibung fixe Kostenersätze verordnet. So kostet allein das Abschleppen eines Fahrzeuges 240 Euro – ohne Polizeistrafe und tägliche Verwahrungsgebühr. Die Kosten für die Abschleppung werden nur dann nicht verrechnet, wenn das Fahrzeug zwar verkehrsbehindernd, aber nicht rechtswidrig abgestellt war. Die Kosten sind übrigens österreichweit unterschiedlich. In Wien machen die Abschleppkosten 242 Euro aus. Pro Tag, an dem der Pkw auf dem Abstellplatz steht, zahlt man in der Bundeshauptstadt 9 Euro, in Innsbruck am ersten Tag 14,40 (für folgende Tage 7,20 Euro). Je länger das Auto in Verwahrung ist, desto teurer. Die meisten Falschparker stellen sich in allen Gemeinden in die Ladezone oder Behindertenzone. Ein abgestelltes Auto gilt dann als Verkehrsbeeinträchtigung, wenn es in der zweiten Spur steht, eine Einfahrt zuparkt, öffentliche Verkehrsmittel behindert oder im Halte- und Parkverbot steht. Es ist nicht notwendig, dass das Auto tatsächlich eine konkrete Behinderung darstellt, die Möglichkeit alleine reicht aus. Im Einzelfall kann man jedoch darüber streiten, ob das Abschleppen wirklich gerechtfertigt war oder nicht. (TT, lipi)


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