Börse Frankfurt am Vormittag klar tiefer

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Am deutschen Aktienmarkt sind die Blicke am Freitag nach unten gerichtet. Der DAX knüpfte zu Wochenschluss...

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Am deutschen Aktienmarkt sind die Blicke am Freitag nach unten gerichtet. Der DAX knüpfte zu Wochenschluss an seine Verluste vom Donnerstag an und fiel gegen Ende der ersten Handelsstunde um 0,71 Prozent auf 12.116,73 Punkte. Neben der Terrorangst nach dem Anschlag in Barcelona wirkte sich dabei auch die Unsicherheit um die Wirtschaftspolitik von US-Präsident Donald Trump belastend aus.

Die dreitägige Erholungsrally, die den Leitindex bis Mittwoch noch an die 12.300 Punkte herangeführt hatte, liegt damit vorerst wieder bei den Akten. Die negative Richtung wird von der Wall Street vorgegeben, wo der Leitindex Dow Jones Industrial am Vorabend den größten Tagesverlust seit drei Monaten erlitten hat. „Das Vertrauen scheint allmählich zu schwinden“, schrieb der Analyst Michael Hewson von CMC Markets mit Blick auf die Politik von Trump. Investoren stellten sich die Frage, ob er überhaupt noch etwas von dem erreicht, was er einst angekündigt hatte.

Auch die Indexkollegen des DAX waren auf Talfahrt. Für den MDAX der mittelgroßen deutschen Werte ging es um 0,59 Prozent auf 24.753,71 Punkte bergab, und der Technologiewerte-Index TecDAX büßte 0,97 Prozent auf 2.248,15 Zähler ein.

Unternehmensmeldungen blieben am Freitag rar. Im DAX kamen die Lufthansa-Aktien deutlich mit 1,72 Prozent unter Druck. Der Terroranschlag hinterließ europaweit in der Reise- und Freizeitbranche seine Spuren.

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Deutlich nach unten ging es europaweit außerdem im Finanzsektor, der am Vortag schon zur Schwäche geneigt hatte. Die Aktie der Deutschen Bank fiel um weitere 1,63 Prozent und jene der Commerzbank um 0,75 Prozent. Händler verwiesen darauf, dass der Sektor in einem unsicheren Marktumfeld besonders leide. Auch sorge man sich vermehrt um das Versprechen von Trump, in den USA für gelockerte Finanzmarktregeln zu sorgen.

Ansonsten zog die Stada-Aktie wegen des Übernahmeangebots der Finanzinvestoren Bain und Cinven weiter die Aufmerksamkeit auf sich. Eine Kreise-Meldung, wonach Großaktionär Paul Singer vor dem Fristablauf seine Zustimmung signalisiert haben soll, trieb die Aktien an der MDAX-Spitze um 1,84 Prozent nach oben. Noch bleibt aber unklar, ob der zweite Anlauf von Erfolg gekrönt ist.

Ansonsten gab es im MDAX noch eine Analystenstimme, die sich kursbewegend auswirkte. Die Aktien des Versicherungskonzerns Talanx stiegen nach einem optimistischen Kommentar von JPMorgan gegen den schwachen Markt um ein halbes Prozent.

Unter den Kleinwerten im SDAX begaben sich VTG mit 3,25 Prozent auf Talfahrt, nachdem der Waggonvermieter und Logistikdienstleister mit seiner angepassten Gewinnprognose enttäuschte. Bertrandt-Aktien sanken dort sogar um runde 4 Prozent, was am Markt mit einer gestrichenen Kaufempfehlung von Warburg Research begründet wurde.

~ ISIN DE0008469008 ~ APA131 2017-08-18/10:48


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