Erfolg für Schützen bei Waffenregistrierung

Amraser Hauptmann bekam vor Gericht schon zum zweiten Mal Recht.

Die Schützen wehrten sich und bekamen jetzt zum zweiten Mal Recht.
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Innsbruck –Jahrelang haben die Tiroler Schützen verhandelt, gekämpft – und sind letztlich auch vor Gericht gegangen. Und all das, weil die Gewehre der Schützen – auf besonders bürokratische und komplizierte Weise – im Zentralen Waffenregister registriert werden müssen. Nachdem es zuletzt schon am Verhandlungsweg beim Innenministerium für die Schützen einen Erfolg gab, bekam der Hauptmann der Schützenkompanie Amras (Stadtteil von Innsbruck) jetzt auch vor Gericht zum zweiten Mal Recht. Er muss keine Strafe zahlen – und die Waffen können damit auch auf einen Verein registriert werden.

Es ist der zweite gerichtliche Erfolg für Schützenhauptmann Alexande­r Stampfer. Bewusst und mit Rückendeckung des Bundes der Tiroler Schützenkompanien ließen die Amraser ihre 54 Waffen nicht registrieren – um das Waffengesetz für Traditionsverbände in der vorliegenden Fassung auszuhebeln. Die Polizei verhängte eine Strafe von 2700 Euro an Stampfer als Obmann und Hauptmann. Nach einer Aufhebung wegen Verfahrensmängel­n und einem abgeänderten Straferkenntni­s erhob Stampfer Beschwerde beim Landesverwaltungsgericht Tirol. Dort wurde der Beschwerde stattgegeben. Gegen diese Entscheidung hat die Landespolizeidirektion dann eine außerordentliche Revision an den Verwaltungsgerichtshof erhoben. Wo die Amraser Schützen jetzt erneut Recht erhielten. „Man ist ja mittlerweile zu einer guten Lösung mit dem Innenministerium gekommen und wir haben ja auch unsere Waffen registriert“, erklärt Stampfer am Telefon aus seinem Urlaub. Er sei natürlich froh, dass auch die Strafe gegen ihn damit vom Tisch ist. Verstehen, warum man die Schützen diesbezüglich über Monate „gequält hat“, kann Stampfer nicht, speziell weil die Polizei eine außerordentliche Revision anstrengte. Nun sei die Sache jedenfalls ausjudiziert. Nationalrat Hermann Gahr (VP) hatte das Anliegen der Tiroler Schützen unterstützt und im Parlament eine Erleichterung für sämtliche Traditionsverbände bei der Waffenregistrierung gefordert.

Landeskommandant Fritz Tiefenthaler zeigte sich erfreut über das Urteil. Er fügt aber an: „Wir registrieren alles und bleiben auch dabei. Die Lösung, die wir gefunden haben, ist praktikabel.“ Man habe nie etwas gegen eine Anmeldung der Waffen gehabt. (mw)

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