Air Berlin - Wiener Kanzleramt macht Niki-Nothilfen zur Chefsache

Berlin/Schwechat (APA) - Österreich würde der Air-Berlin-Tochter Niki mit staatlichen Mitteln zu Hilfe eilen, sollte Niki dem Schicksal der ...

Berlin/Schwechat (APA) - Österreich würde der Air-Berlin-Tochter Niki mit staatlichen Mitteln zu Hilfe eilen, sollte Niki dem Schicksal der deutschen Mutter folgen und insolvent werden. Das wurde gestern, Donnerstagnachmittag, in Spitzengesprächen in Wien vereinbart.

Österreich habe eine „jederzeitige Unterstützung im Bedarfsfall zugesichert“, sagte Kanzleramtsminister Thomas Drozda (SPÖ) am Freitag zur APA. Ein solcher Bedarf zeichne sich zur Zeit aber nicht ab.

Zunächst hatte sich in der Sache Niki-Betriebsrat Stefan Tankovits an Drozda gewandt. Der Minister hat daraufhin Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) informiert. „Es war dem Bundeskanzler wichtig, dass wir uns darum kümmern“, sagte Drozda am Freitag. Es gehe um viele Arbeitsplätze, den Flughafen und den Standort.

Gestern Nachmittag wurde dann, in einem Treffen gemeinsam mit Verkehrsminister Jörg Leichtfried (SPÖ), den Niki-Arbeitnehmervertretern zugesichert, „dass wir uns unmittelbar kümmern, wenn sich etwas negativ entwickelt.“ Zur Zeit sei mit dem 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredit des deutschen Staates für den Fortbetrieb der Air Berlin auch die Liquidität für deren Österreich-Tochter Niki sichergestellt.

Außerdem sei Niki im Air-Berlin-Konzern gut aufgestellt, so dass eine Reihe von Interessenten vorhanden sei. Ein Worst Case, in dem staatliche Unterstützung für Niki nötig würde, sei „sehr weit entfernt“, sagt Drozda.

~ ISIN GB00B128C026 WEB http://www.airberlin.com

http://www.flyniki.com ~ APA274 2017-08-18/13:52


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