Bannon will trotz Abgangs für Trump „Krieg führen“

Washington (APA/AFP) - Der umstrittene Ultrarechte Steve Bannon will sich nach eigenen Angaben nach seinem Verlassen des Weißen Hauses weite...

Washington (APA/AFP) - Der umstrittene Ultrarechte Steve Bannon will sich nach eigenen Angaben nach seinem Verlassen des Weißen Hauses weiter für US-Präsident Donald Trump stark machen. „Wenn es da draußen Verwirrung geben sollte, lassen Sie mich das klarstellen: Ich verlasse das Weiße Haus und ziehe für Trump gegen seine Widersacher in den Krieg“, sagte Bannon am Freitag.

Dies richte sich gegen Trumps Gegner „im Kapitol, in den Medien, in Amerikas Unternehmen“, betonte er in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg. Das Weiße Haus hatte zuvor mitgeteilt, dass Bannon ab Samstag nicht mehr Trumps Chefstratege sei. Darauf hätten sich Bannon und der Stabschef im Weißen Haus, Ex-General John Kelly, verständigt.

Bannon, ein enger Trump-Vertrauter, stand seit langem in der Kritik. Der US-Präsident hatte den ehemaligen Chef des ultrarechten Internetportals „Breitbart News“ noch in diesem Monat einen „guten Mann“ genannt. Doch Bannon galt in Washington als angeschlagen, in US-Medien mehrten sich Vermutungen über seinen bevorstehenden Rauswurf.

Die Kritik an Bannon wuchs um Zusammenhang mit dem Aufmarsch von Rechtsextremen in Charlottesville im Bundesstaat Virginia vor einer Woche. Dabei hatte ein Neonazi sein Auto in die Gegenkundgebung gesteuert und dabei eine Gegendemonstrantin getötet.


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