Harnik schoss Hannover zum Sieg, Schalke besiegte Leipzig

Dortmund startete mit 3:0-Sieg gegen Wolfsburg in die Saison. Auch HSV, Hoffenheim und Hertha jubelten zum Bundesliga-Auftakt.

Was für ein Traum-Einstand: Martin Harnik erzielte beim Bundesliga-Comeback von Hannover den Treffer zum 1:0-Sieg gegen Mainz.
© gepa

Mainz/Wolfsburg – Einen Tag nach dem Auftaktsieg von Titelverteidiger Bayern München ist auch Borussia Dortmund erfolgreich in die neue Saison der deutschen Fußball-Bundesliga gestartet. Die Dortmunder gewannen am Samstag in Wolfsburg mit 3:0 und übernahmen vorerst die Spitzenposition. Martin Harnik bescherte Aufsteiger Hannover indes einen Start nach Maß.

Der ÖFB-Teamspieler traf beim 1:0 in Mainz in der 73. Minute entscheidend für die Gäste. Im Duell der zuletzt im Cup gescheiterten Teams aus Hamburg und Augsburg setzte sich der HSV glücklich mit 1:0 durch. Hertha BSC startete mit einem 2:0 gegen Aufsteiger VfB Stuttgart. 1899 Hoffenheim kam zu Hause gegen Werder Bremen dank eines späten Treffers zu einem 1:0-Erfolg.

Jubel trotz Schweigegelöbnis

Harnik krönte seine gute Vorstellung in Mainz mit dem Siegestreffer. Der 30-Jährige leitete das Tor selbst ein und vollendete per Flachschuss. Da jubelten dann doch trotz Schweigegelöbnis ein paar Anhänger aus Hannover. Diese protestierten damit gegen Clubchef Martin Kind wegen dessen geplanter Übernahme der Mehrheitsanteile an der 96-Profigesellschaft.

BVB-Sieg bei Comeback von Götze

Dortmund spielte in Wolfsburg unbeeindruckt vom Transfertheater um den suspendierten Ousmane Dembele auf. Beim Comeback von Weltmeister Mario Götze trafen Christian Pulisic (23.) nach Götze-Vorarbeit, Marc Bartra (27.) und Pierre-Emerick Aubameyang (60.).

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Niederlage für Augsburg mit Hinteregger

Auch der HSV trotzte der jüngsten Unruhe zu einem wichtigen Erfolgserlebnis. Schon in der achten Minute traf Nicolai Müller zum 1:0, verletzte sich allerdings beim Torjubel, weil er mit dem Fuß im Rasen hängen blieb - und musste ausgewechselt werden. Augsburg mit Martin Hinteregger und dem ehemaligen Hamburger Michael Gregoritsch in der Start-Elf gelang der Ausgleich danach nicht mehr.

Im Berliner Olympiastadion erzielte der Australier Mathew Leckie beide Treffer für die Hertha (46., 62.). Für Hoffenheim traf der eingewechselte Andrej Kramaric (84.), sein Schuss wurde von einem Bremer entscheidend abgefälscht. Bei Werder fehlte der verletzte Zlatko Junuzovic, Florian Kainz (bis 67.) kam im zentralen Mittelfeld zum Einsatz. Der Steirer ließ in der 29. Minute eine Riesenchance liegen, aus fünf Metern schoss er am leeren Tor vorbei.

Schalke besiegte RB Leipzig 2:0

Der FCSchalke 04 hat seinem neuen Trainer Domenico Tedesco mit einer disziplinierten und engagierten Vorstellung einen perfekten Bundesliga-Einstand beschert. Der Revierclub besiegte im Topspiel des ersten Bundesliga-Spieltagsden Vorjahres-Zweiten RBLeipzig verdient mit 2:0 (1:0). Der Algerier Nabil Bentaleb brachte den Revierclub vor 61.435 Zuschauern in der Veltins-Arena in der 43. Spielminute per Foulelfmeter in Front. Jewgeni Konopljanka (73.) machte den ersten Bundesligasieg gegen die Sachsen nach einem tollen Konter perfekt.

Dabei musste der neue Schalke-Coach zunächst noch den Ausfall des Österreichers Guido Burgstaller verkraften, der sich im Abschlusstraining am Fuß verletzt hatte. Weil Breel Embolo noch Trainingsrückstand hat, rückte unverhofft Franco Di Santo ins Sturmzentrum. Der lange verletzte Angreifer nutze seine Chance mit einer vielversprechenden Leistung. Von den Neuzugängen feierten der quirlige Franzose Amine Harit und der Ex-Frankfurter Bastian Oczipka gute Bundesliga-Premieren im königsblauen Dress.

Laimer feierte Debüt

RB-Trainer Ralph Hasenhüttl bot in der Startelf Konrad Laimer als einzigen Neuen auf, der für sieben Millionen Euro vom Partnerclub aus Salzburg kam. Der nach einer Angina noch etwas geschwächte Emil Forsberg kam erst nach dem 0:1-Rückstand zur zweiten Spielhälfte, bewirkte aber auch nicht mehr viel. RB-Stürmer Timo Werner, dem die Schalke-Fans seine Schwalbe beim 1:2 in Leipzig vor einem Jahr nicht verziehen haben, zeigte sich zunächst unbeeindruckt von den Pfiffen, baute später aber stark ab.

Videobeweis machte Probleme

Kurios war am Samstag der Ausfall des Videobeweises in gleich drei Stadien aufgrund „massiver technischer Probleme“ des Dienstleisters „Hawkeye“. Bei Wolfsburg gegen Dortmund und Mainz gegen Hannover konnte außerdem „bei Abseits-Entscheidungen keine kalibrierte Linie erstellt werden“, hieß es in einer Mitteilung der deutschen Liga. (APA, dpa)


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