Felsbrocken donnerten vor Jogger zu Tal: Kundler Klamm gesperrt

Nur etwa 50 Meter vor dem Wildschönauer Martin Schoner ereignete sich der Steinschlag. Am Montag sollen Geologen entscheiden, ob die Klamm wieder freigegeben werden kann. Auch auf die Ötztalbundesstraße stürzten am Samstag einige Felsbrocken.

Der Wildschönauer BGM Hannes Eder und Martin Schoner, der Glück hatte nicht von den Gesteinsmassen getroffen worden zu sein, vor Ort.
© Toni Silberberger

Wildschönau, Kundl – Alle Schutzengel auf seiner Seite hatte Samstagabend der Wildschönauer Martin Schoner. Der Heilmasseur joggte gerade durch den Wildschönauer Teil der Kundler Klamm, als sich 50 Meter vor ihm plötzlich ein Steinschlag ereignete. Unter anderem war ein großer Felsen in die Ache gedonnert, was eine kräftige Wasserfontäne zur Folge hatte.

Schoner informierte daraufhin sofort den Wildschönauer Bürgermeister Hannes Eder. Dieser ordnete am Sonntagvormittag die Sperre der Klamm an. Eder zur TT: „Am Montag sehen sich Geologen die Kundler Klamm an. Dann sehen wir, wie es weiter geht. Sicherheit geht vor.“ 2007 war in der Klamm eine Frau von Steinen erschlagen worden.

Ein Steinschlag auf die Ötztalstraße bei Sölden beschäftigte am Samstagnachmittag kurzzeitig die örtliche Feuerwehr und Straßenmeisterei. Etwa 500 Meter nach dem Ortsausgang Sölden im Bereich „Gehörde“ stürzten mehrere Felsbrocken auf die Straße. Verletzt wurde niemand, auch Fahrzeuge wurden nicht beschädigt. Die Ötztalstraße musste für die Aufräumarbeiten kurzzeitig gesperrt werden. (fell, TT.com)

Feuerwehr und Straßenmeisterei räumten die Felsbrocken von der Straße.
© zoom-tirol

Kommentieren


Schlagworte