Europas Leitbörsen am Vormittag überwiegend schwächer

Frankfurt am Main (APA) - Die Leitbörsen in Europa haben am Vormittag überwiegend schwächer notiert. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 10.30 Uhr...

Frankfurt am Main (APA) - Die Leitbörsen in Europa haben am Vormittag überwiegend schwächer notiert. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 10.30 Uhr mit minus 0,60 Prozent oder 20,69 Punkte bei 3.425,34 Einheiten. Der DAX in Frankfurt fiel 0,41 Prozent oder 50,22 Zähler auf 12.114,97 Punkte. In London zeigte sich der FT-SE-100 mit minus 0,17 Prozent oder 12,69 Einheiten auf 7.311,29 Punkte.

Die Vorgaben aus den USA waren zuletzt negativ ausgefallen. Das Weiße Haus hatte am Freitag überraschend den Abgang des US-Chefstrategen Steve Bannon bekannt gegeben. Der Milliardär und Investor Carl Icahn hatte Freitags ebenfalls seine Funktion als Berater des US-Präsidenten zurückgelegt. Die Wall Street hatte darauf mit leichten Kursverlusten reagiert.

Zu Wochenbeginn waren europaweit Aktien von Finanz- und Bankhäusern unter den Verlierern. BNP Paribas verloren 1,61 Prozent, ING Groep 1,34 Prozent und Societe Generale 0,86 Prozent. In Frankfurt verloren Aktien der Deutschen Bank 0,85 Prozent an Wert.

Aktien von Rohstoff- und Bergbaukonzernen notierten zu Wochenanfang hingegen im Plus. Der Zinkpreis hatte zuletzt in der Vorwoche an der Londoner Metallbörse die 3.100 Dollar Marke durchbrochen und damit ein 10-Jahreshoch erreicht. Grund dafür ist das geringere Angebot auf den chinesischen Märkten. Auch der Kupferpreis war in den letzten Wochen deutlich gestiegen.

In London profitierten die Aktien der Rohstoffförderer: BHP Billiton, Antofagasta und Glencore fanden sich alle leicht im Plus. Rio Tinto konnten mit einem Plus von 0,90 Prozent am stärksten zulegen. Nach Handelsschluss wird zudem der auch in Australien börsennotierte Bergbaukonzern BHP Billiton sein Jahresergebnis bekannt geben.

In Frankfurt konnten Aktien der deutschen Lufthansa mit einem Plus von 1,11 Prozent etwas zulegen. Zuletzt hatte die deutsche Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) dafür plädiert, dass größere Teile der insolventen Air Berlin an den DAX-Konzern gehen sollten. Aus wettbewerbs- und kartellrechtlichen Gründen könne allerdings nicht eine einzige Airline den Zukauf machen, so die Ministerin.

An der Mailänder Börse verteuerten sich Aktien von Fiat Chrysler um 3,46 Prozent. Der chinesische Autobauer Great Wall Motor ist laut dem Fachblatt „Automotive News“ am Erwerb der Marke Jeep unter Kontrolle des italienisch-amerikanischen Konzerns Fiat Chrysler (FCA) interessiert.

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~ ISIN EU0009658145 ~ APA123 2017-08-21/10:55